In Odessa demonstrierten erstmals seit dem 2. Mai 2014 wieder die Ultras — Fußballfans und Mitglieder patriotischer Organisationen. Sie äußerten ihre Unterstützung für das ukrainische Militär im Osten des Landes und zugleich für den einheimischen Fußballklub „Tschernomorez“, der in finanziellen Problemen steckt.

 

Die Ultras sangen die ukrainische Hymne, riefen traditionelle rechte Sprüche und zündeten Signal- und Rauchkörper an. „Wir wollen zeigen, dass selbst in einer solch schweren Zeit die passionierten Feinde – die Ultras von „Tschenomorez“ und „Karpat“ – bereit sind, Schulter an Schulter unsere Soldaten im Osten zu unterstützen“, zitiert das Portal 048.ua einen Teilnehmer der Aktion.

 

Wie das Portal schreibt, gab es am Samstag eine Begegnung der beiden Mannschaften. Die Fans beider Klubs veranstalteten ihren Marsch kurz vor Spielbeginn: Sie trafen sich auf dem Kathedralen-Platz, sangen die Hymne und marschierten gemeinsam zum Stadion im  Schewtschenko-Park.

 

RIA Novosti berichtet unter Hinweis auf die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform, dass etwa 500 junge Leute durch die von der Polizei abgesperrten Straßen gezogen seien. Die Organisatoren dieser Aktion hatten vereinbart, einen friedlichen Marsch durchzuführen und keine Provokationen von Seiten der Odesser Anti-Maidan-Bewegung zuzulassen.

 

Bei den Ausschreitungen im Stadtzentrum von Odessa und bei dem Brand im Gewerkschaftshaus waren am 2. Mai 2014  nach amtlichen Angaben 46 Personen ums Leben gekommen, mehr als 200 erlitten Verletzungen. Die Ultras hatten damals aktiv an diesen Ausschreitungen teilgenommen, und die ukrainische Polizei ließ sie gewähren.

 

Quelle: Sputniknews