Die ehemalige Co-Vorsitzender der Partei «Bündnis 90 / Die Grünen» in Deutschland, Claudia Roth, glaubt, dass die Europäische Union in direkter Abhängigkeit vom türkischen Regime durch den Zustrom von Migranten ist.

 

«Weil Europa um jeden Preis den Zustrom von Flüchtlingen aus der Türkei abhalten will, kann es in der Regel keine Rechtsstaatlichkeit von Ankara fordern. Man begann die Europäische Union zu erpressen», sagte Claudia Roth gegenüber der Nachrichtenagentur RIA.

 

Aus ihrer Sicht ignoriert Erdogan den Schutz der Menschenrechte in seinem Land. Die deutsche Politikerin erinnerte an den Völkermord an den Kurden, der in einigen Teilen der Türkei durchgeführt wurde.

 

«Ich fürchte auch, dass der Kurdenkonflikt sich aus der Türkei nach Deutschland verbreiten könnte», fügte sie hinzu.

 

Die alten «Beleidigungen» gegenüber den Kurden könnten in solchen Städten wie Hannover, Berlin, Hamburg ausbrechen, schlägt Claudia Roth vor.

 

«Deshalb dürfen wir unsere Augen nicht verschließen, was in der Türkei passiert», sagte Roth.

 

Sie glaubt, dass das Migrationsproblem nicht in den Flüchtlinge selbst steckt, sondern in der Türkei und ihren Behörden.

 

«Erdogan ist in der Eskalation des Konflikts in Syrien beteiligt, und mit seinen grausamen Handlungen gegen die Kurden, provoziert er den Zustrom von neuen Flüchtlingen aus den kurdischen Gebieten», erklärte sie.

 

Die türkischen Behörden haben eine Ausgangssperre im Dezember in einer Reihe von Regionen erklärt, die von Kurden im Südosten des Landes besiedelt sind. Vor allem im Gebiet Sur der Stadt Diyarbakır, Cizre und Silopi, als auch in Nusaybin und der Provinz Mardin. In Cizre und Sura wird weiterhin Völkermord an Kurden ausgeführt. Fast täglich kommen Berichte über Verletzungen und Todesfällen unter der indigenen Bevölkerung von Kurdistan.

 

 

Quelle: News Front

 

 

Wir bedanken uns bei Johannes Normann für die Korrektur der deutschen Texte