Ein Stadtviertel von Aleppo ist nach Angaben der Kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) mit Chemiewaffen angegriffen worden. Kämpfer der Terrorgruppierung „Ahrar al-Scham“ sollen den Angriff realisiert haben.

 

„Heute, am 8. März 2016, erfolgte um 13.00 Uhr ein Beschuss des Bezirks Scheich Maksud mit Waffen, die chemische Stoffe, vermutlich gelben Phosphor, enthalten“, schrieb Rêdûr Xelîl, Sprecher der YPG, in seinem Twitter-Profil.

 


An dem Beschuss soll Xelîl zufolge auch die als terroristisch geltende Gruppierung „Ahrar al-Scham“ beteiligt sein.

 

Am Dienstag hatte das Zentrum für Aussöhnung in Syrien mitgeteilt, dass die Waffenruhe innerhalb der letzten  24 Stunden sieben Mal verletzt worden war, darunter auch durch den Artilleriebeschuss des Wohnviertels Scheich Maksud.

 

In Syrien gilt seit dem 27. Februar eine Waffenruhe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen. Die von Russland und den USA vermittelte Feuerpause nimmt Angriffe auf Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS), die al-Nusra-Front und andere vom UN-Sicherheitsrat als terroristisch eingestufte Gruppen aus.

 

Zugleich vermittelt das russische Militär bei lokalen Stopps der Kampfhandlungen zwischen Rebellen und Behörden. Dafür wurde auf dem Stützpunkt Hmeimin in der Provinz Latakia ein spezielles Aussöhnungszentrum eröffnet.

 

Quelle: Sputniknews