Der Nato-Oberbefehlshaber Philip Breedlove hatte Anfang März 2016, in einer Rede vor dem US-Kongress, Europa vor einer zunehmenden Terrorgefahr gewarnt. Seiner Meinung nach wuchert „der IS oder Daesh wie ein Krebsgeschwür.“

 

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Der Nato-Oberbefehlshaber Philip Breedlove

 

Ob die derzeitige Schließung der sogenannten Balkanroute mit den Aussagen von Breedlove im Zusammenhang steht, ist nicht eindeutig klar. Jedoch ist es Auffällig, dass einigte Tage nach den Aussagen von Breedlove die Balkanroute vollkommen Dicht gemacht worden ist.

 

Breedlove erklärte vor Reportern im US-Innenministerium, dass sich unter den Migranten, die in Europa Zuflucht suchen, auch Kriminelle, Terroristen und ausländische Kämpfer gemischt haben. Zudem sagte er, dass der Terror derzeit den Weg des geringsten Widerstands nehmen würde. Breedlove ist der Meinung, die massenhafte Migration „maskiert die Einreise von Kriminellen, Terroristen und ausländischen Kämpfern nach Europa“.

Laut einem Bericht der BILD-Zeitung sollen in Deutschland mehrere hundert Menschen unter Terrorverdacht stehen. Bisher sollen 286 Hinweise bei den deutschen Sicherheitsbehörden eingegangen sein.

 

Es bestehe derzeit aber nicht nur eine große Gefahr bzw. Bedrohung für Europa, sondern auch für die USA, fügte Breedlove hinzu. Anschläge in Europa und den USA seien jederzeit möglich.

 

Doch Breedlove ging noch einen Schritt weiter und behauptete, dass Russland die Flüchtlinge als Waffe gegen die EU einsetzt. Beweise für diese Anschuldigungen gegen Russland konnte er jedoch nicht vorlegen.

 

Auch über die Situation in der Ostukraine zeigte sich Breedlove besorgt. Denn in der Ostukraine werden die Kämpfe in letzter Zeit wieder heftiger. Am Tag seiner Rede im US-Senat sagte er, dass es alleine in den letzten 24 Stunden 71 Gefechte gegeben habe. Vor allem soll es sich dabei um Schüsse durch Scharfschützen und Kämpfe mit Artillerie handeln.

 

Weiter erklärte Breedlove, dass es im Laufe der vergangenen Woche etwa 450 solcher Vorkommnisse gegeben habe. „Das zeigt, dass die Aktivität zunimmt.“ Besonders besorgniserregend ist, dass schwere Waffen im Einsatz gekommen sind, „von denen wir dachten, dass sie aus der Kampfzone abgezogen wurden.“

 

Quelle: NEOPresse