Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hat die faktisch vollständige Schließung der sogenannten Balkanroute für Flüchtlinge in einem Interview mit Der Welt verteidigt.

 

„Meine Position ist klar: Die Balkanroute bleibt geschlossen und zwar dauerhaft», sagte Mikl-Leitner, Innenministerin Österreichs, gegenüber der deutschen Tageszeitung Die Welt. „Der unkontrollierte Massenzustrom über diese Route muss Geschichte sein», betonte sie weiter.

 

Zugleich lobte sie das abgestimmte Vorgehen der Behörden der Länder entlang der beliebten Fluchtroute von Südost- nach Mittel-, West- und Nordeuropa.

 

Mikl-Leitner will eine „Allianz der Vernunft» erkannt haben, die der Wunsch eint, endlich wieder Ordnung in das Flüchtlingschaos in Europa zu bringen, so Die Welt. Darauf ziele auch der Plan der Europäischen Kommission, den die EU-Innenminister an diesem Donnerstag diskutieren werden. Bis Jahresende sollen die Grenzkontrollen in Europa wieder aufgehoben werden. Das Schließen der Balkanroute verlaufe aktuell planmäßig und werde nicht zurückgedreht, so die österreichische Innenministerin.

 

Die Maßnahme soll ein klares Signal an die Flüchtlinge senden, sich nicht auf eigene Faust nach Europa durchzuschlagen. „Wenn Europa konsequent signalisiert, dass es keinen unkontrollierten Massenzustrom nach Mitteleuropa gibt, dann wird auch der Migrationsdruck aus der Türkei nach Griechenland sinken», sagte Mikl-Leitner.

 

Österreich hatte zuvor klare Obergrenzen für die Flüchtlingsaufnahme eingeführt und dasselbe von Europa gefordert.

 

Quelle: Sputniknews