Das irakische Regional Government von Kurdistan hält die Militäroperationen der türkischen Behörden gegen Kurden im Südosten der Türkei für Völkermord, dies erklärte der Vertreter der Landesregierung in Moskau.

 

Im Sommer 2015 leitete die Türkei eine militärische Kampagne gegen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in den südöstlichen Regionen des Landes, die eine überwiegend kurdische Bevölkerung haben. Seit Beginn der Kampagne hat Ankara mehrere Ausgangssperren rund um die Uhr verhängt. Ferner verhindert, das Zivilisten aus den Regionen, wo die militärischen Operationen durchgeführt werden, fliehen konnten.

 

«Es gibt keinen Zweifel daran, dass Zivilisten am meisten leiden … Deshalb ist die Vernichtung von Kurden ein tatsächlicher Völkermord“, sagte Aso Talabani RIA Novosti in einem Interview.

 

Talabani betonte, dass meist keine PKK-Kämpfer in den Städten sind wo Ankara seine militärische Operation verfolgt.

 

«Sie sagen es sei ein „Partisan“ in einem Haus ist. Aber Hunderte von gewöhnlichen Menschen leben [auch] in diesem Haus. Die Türken bombardieren das Haus dann mit Panzern und Hubschraubern. Um einen angeblichen „Militanten“ u töten, haben [sie] dabei auch hundert Zivilisten getötet» sagte der Beamte.

 

Türkei hüllt ‘Sicherheit Op’ mit mehr Kurden jeden Tag getötet Der türkische Generalstab schätzt, dass mehr als 1.000 kurdische Kämpfer durch die „Anti-PKK-Aktion“ seit Mitte Dezember getötet worden. Kurdische Aktivisten, wiederum argumentieren, dass die meisten der Toten zivile Opfer gewesen sind.

 

Die PKK setzt sich für die Unabhängigkeit der kurdischen Gebiete von Ankara seit 1984 ein. Die Gruppe, welche die Türkei als terroristische Organisation einstuft, versucht einen Kurdenstaat in Teilen der Türkei und dem Irak zu schaffen.

 

Quelle: Sputniknews

Übersetzung: Johannes Normann