Moskau wird laut Außenminister Sergej Lawrow jedwede Absprache über den Staatsaufbau Syriens unterstützen, wenn diese von der syrischen Regierung und Opposition getroffen wird.

 

„Wir werden diejenige Absprache über den zukünftigen Aufbau Syriens auch unterstützen, die die Regierung zusammen mit allen Vertretern der Opposition trifft“, sagte Lawrow nach einem Treffen mit dem Außenminister Tunesiens, Khemaies Jhinaoui.

 

„Wir haben nie versucht, etwas für das syrische Volk zu entscheiden – das haben unsere Kollegen gemacht, nicht wir“, bemerkte Lawrow. „Nur das syrische Volk wird über die Zukunft Syriens entscheiden. Das bedeutet, dass eine jede Form – mag sie sich nennen, wie sie mag: Föderalisierung, Einheitsstaat – von allen Syrern angenommen werden soll“, so der russische Außenminister. Die Verhandlungen in Genf müssten darum alle Oppositionskräfte einschließen.

 

„Heute beginnt der innersyrische Dialog in Genf. Wir verfolgen, wer sowohl von der Regierung als auch von der Opposition daran teilnimmt. Es ist klar, dass er das ganze Spektrum der politischen Kräfte Syriens einschließen muss, sonst kann er nicht den Status eines repräsentativen Forums beanspruchen, auf dem Kernfragen der Zukunft Syriens besprochen werden“, so der russische Minister weiter.

 

Lawrow warnte außerdem vor jeglichen radikalen Herangehensweisen oder Ultimaten sowie vor allen Versuchen, den Ausgang der Verhandlungen vorauszubestimmen. Das könne die Atmosphäre für ein Einvernehmen stören: „Eine solche Atmosphäre ist nötig, um den Forderungen der UN-Resolution nachzukommen, die besagen, dass eine politische Regelung in Syrien die Interessen aller politischen Kräfte in Syrien mitberücksichtigen und die Endergebnisse dieses Prozesses auf gegenseitigem Einvernehmen zwischen der Regierung und allen Oppositionellen basieren lassen soll.“

 

Quelle: Sputniknews