Ein Gericht von Ankara hat nach dem jüngsten Terroranschlag in der türkischen Hauptstadt eine Sperre über soziale Netzwerke verhängt und deren Zugang blockiert, wie der TV-Sender NTV berichtet.

 

Der Beschluss wurde gefasst, nachdem auf verschiedenen Plattformen Fotos und Videos vom Ort des Anschlags geteilt worden waren. Die Maßnahme ist in der Türkei übliche Praxis nach schweren Anschlägen.

 

Zuvor wurde bereits eine Nachrichtensperre verfügt. Das Verbot gilt für Live-Übertragungen vom Tatort, von der Explosion selbst sowie von weiteren Geschehnissen, besonders betrifft es Aufnahmen der Opfer.

 

Bei der Explosion einer Autobombe sind am Sonntagabend im Stadtkern von Ankara mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. 75 weitere wurden verletzt. Ersten Erkenntnissen zufolge detonierte in Ankaras Güvenpark ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug. Die Polizei hat die Gegend abgeriegelt. Sprengstoffexperten untersuchen zurzeit den Vorfallort.

 

Der türkische Premier Ahmet Davutoğlu berief eine außerordentliche Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates ein.

 

Die russische Botschaft in Ankara klärt zur Zeit, ob sich unter den Opfern auch russische Staatsbürger befinden.

 

Quelle: Sputniknews