Nur wenige Stunden nach dem neuerlichen Terroranschlag in der türkischen Hauptstadt, der 37 Menschen das Leben gekostet hat, haben die türkischen Luftstreitkräfte in der vergangenen Nacht Luftschläge gegen Stellungen der in der Türkei verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK im Irak geflogen, meldet die Agentur Anadolu.

 

Der Agentur zufolge sind 18 Stellungen der kurdischen PKK-Mitglieder in den nordirakischen Gebirgsregionen Kandil und Gara bombardiert worden. Die Angriffe seien gegen drei Uhr Ortszeit geflogen worden.

 

Bei der Explosion einer Autobombe sind am Sonntagabend im Stadtkern von Ankara mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen. 125 weitere wurden verletzt. Ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug detonierte in Ankaras Güvenpark nahe eines der Büros des türkischen Ministerpräsidenten.

 

Türkische Bomber haben bereits mehrmals Kämpfer der im Land verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Nordirak mit Luftschlägen angegriffen, nachdem sich im Juli 2015 der Konflikt mit den Kurdenkämpfern im Südosten der Türkei zuspitzte.

 

Nach Angaben des türkischen Generalstabs sind seit Mitte Dezember bei Militäreinsätzen mehr als 1.000 kurdische Kämpfer getötet worden. Laut kurdischen Aktivisten handelt es sich bei den Toten hauptsächlich um Passanten und Zivilisten.

 

Quelle: Sputniknews