Die Zahl der Kampfeinsätze der russischen Luftwaffe in Syrien ist faktisch um zwei Drittel zurückgegangen, so dass der Aufenthalt des bisherigen Militärkontingentes nicht mehr nötig ist, sagte Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, am Dienstag gegenüber Journalisten.

 

Er beantwortete damit die Frage, ob die Nachricht über den Abzug der russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte aus Syrien bedeute, dass die russische Fliegergruppe keine Schläge mehr gegen Ziele in Syrien führen werde.

 

Darauf angesprochen, ob in Syrien Militärberater aus Russland verbleiben würden, verwies Peskow darauf, dass die Stützpunkte Hmeimim und Tartus in Syrien weiter funktionieren werden und ohne Personal nicht bestehen können.

 

Der Kreml-Sprecher betonte auch, dass die Entscheidung über den Abzug der russischen Gruppierung aus Syrien von Präsident Waldimir Putin getroffen wurde und kein Ergebnis von Verhandlungen ist.

 

Auf die Frage, ob der Schritt Russlands als ein Signal der Unzufriedenheit mit der Position von Damaskus bei den innersyrischen Verhandlungen in Genf zu deuten sei, sagte der Sprecher, Moskau versuche keineswegs, mit dem Beschluss über den Abzug des Großteils seiner Gruppierung in Syrien den syrischen Präsidenten Baschar Assad unter Druck zu setzen.

 

Laut Peskow schafft der Abzug des Militärkontingentes notwendige Voraussetzungen für die Entwicklung eines positiven Verhandlungsprozesses im Rahmen der Konfliktregelung. Es sei gelungen, das von den Terroristen befreite Territorium in Syrien wesentlich auszuweiten und „die patriotischen Kräfte Syriens bei der Bekämpfung des Terrorismus wesentlich zu unterstützen und die Situation qualitativ zu verändern“.

 

Die Hauptaufgabe bestehe jetzt darin, zu einer friedlichen Regelung und zu den Verhandlungen beizutragen, die in Genf begonnen haben, so Peskow.

 

Der russische Präsident hatte am Montag das Verteidigungsministerium angewiesen, die russische Gruppierung von Dienstag an aus Syrien abzuziehen. „Die dem Verteidigungsministerium gestellten Aufgaben sind im Großen und Ganzen erfüllt“, so der Staatschef. Er sagte auch, dass Russland die Stützpunkte in Tartus und Hmeimim auch nach Abzug der Gruppierung aus Syrien weiter betreiben werde.

 

Quelle: Sputniknews