Seitdem der russische Präsident am 30. September 2015 den Luft- und Weltraumtruppen der Russischen Föderation den Befehl erteilte, die Stellungen von ISIS (der einen großen Teil des Territoriums in Syrien besetzt hält) zu zerschlagen, gab es in der Republik Syrien viele grundsätzliche Veränderungen: Ganze Provinzen wurden von den militanten Islamisten befreit, die Menschen, die noch vor Kurzem beabsichtigten nach Europa zu fliehen, haben sich deswegen entscheiden können, in ihrer Heimat und ihren Häusern zu bleiben.

 

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Es ist eine begründete Hoffnung auf Frieden entstanden. Diese Hoffnung wurde nicht nur durch die Erfolge der russischen Piloten geschürt, die täglich Dutzende Kampfeinsätze geflogen haben, sondern ebenso durch die parallel laufend russischen diplomatischen Bemühungen. Es hat fast den Anschein, dass die internationale Diplomatie erst nach dem erfolgreichen militärischen Eingreifen der Russischen Föderation auf das globale Problem der terroristischen Bedrohung aufmerksam geworden sei, vor der der russische Präsident den Westen noch im Jahr 2007 auf der Münchener Konferenz für Sicherheitspolitik gewarnt hatte. Wir wissen, seine prophetischen Worte wurden damals einfach ignoriert.

 

Doch die militärische Operation der russischen Truppen und ihre Sieghaftigkeit waren unmöglich zu ignorieren, trotz der eher formalen Bemühungen der westlichen Koalition unter der Führung der Vereinigten Staaten (sie begannen mit der Militär-Operation im August 2014) und aktive Intervention der Saudi-Arabier. Den Aufstieg der Islamisten haben diese beiden Kräfte nicht gestoppt.

 

Im Gegenteil, in einer unglaublichen Art und Weise haben die Terroristen es geschafft, zunehmend mehr und mehr Gebiete der Syrischen Arabischen Republik zu besetzen. Der wirklich ernsthafte Kampf gegen den Terrorismus auf syrischem Boden begann jedoch nicht mit den amerikanischen Alibi-Operationen von 2014, sondern erst am 30. September letzten Jahres, nachdem Präsident Bashar Al-Assad um die Beteiligung Russlands an der Unterstützung der Bodenoffensive der Regierungstruppen gebeten hatte. Wenn auch ungern, sieht sich aber der Westen nunmehr gezwungen, den Beitrag der Russischen Föderation zur Normalisierung der Situation im Land als den Entscheidenden anzuerkennen.

 

Wenn man sich erinnert, was die russischen Behörden und die Kommandanten der Truppen über die vorgesehene Zeitspanne der militärischen Operation in Syrien sagten, dann ist es klar. Die beiden wichtigsten Punkte waren:

 

Zuerst einen spürbar vernichtenden Schlag auf den Herd des internationalen Terrorismus in der Republik Syrien zu führen und zweitens die Schaffung von Bedingungen für Verhandlungen, einen Dialog zwischen den Konfliktparteien SAR — Regierungs-Armee und der «gemäßigten» Opposition.

 

Jetzt, wo die Terroristen fast täglich mehr die Kontrolle über die syrischen Siedlungen verlieren und viele der Islamisten sich einfach dem Baschar Al-Assad Staat ergeben, kann man feststellen, dass erst der russische Luftangriff auf die die Terroristen die Situation wesentlich verändert hat. Die westlichen Länder könnten zwar noch graduell darüber streiten, aber dies würde nur ihre völlige Inkompetenz beweisen. Die Voraussetzungen für Verhandlungen, einen Dialog zwischen den «gemäßigten» Oppositionskräften und den Regierungstruppen wurde durch russischen militärischen und daraus resultierenden diplomatischen Erfolg geschaffen und da existiert nun ein Waffenstillstand, erarbeitet von Russland und den USA und der bleibt bestehen und … er wirkt.

 

Außerdem legen täglich Besatzer immer mehr anderer Städte und Siedlungen ihre Waffen nieder und schließen sich der Waffenruhe an. Bereits jetzt gibt es davon mehr als hundert. Dies sind zum Beispiel die Siedlungen Abu-Ali, Zabadi, Nachte, Etbaa, Daraja, Tel Marak etc., wohin die Bürger bereits jetzt ruhig wieder ohne Gefahr für ihr Leben zurückkehren können.

 

Der Prozess der nationalen Aussöhnung in Syrien wird endlich nach so vielen Jahren von Außen angezettelten Krieges ins Leben gerufen. Die Bestätigung dafür ist die Entwicklung des gemeinsamen Projektes einer neuen Verfassung des Landes durch alle daran interessierten Beteiligten. Darüber hinaus versammeln sich in den syrischen Provinzen immer öfter die streitenden Parteien, um die aktuellen Probleme zu besprechen und eine Strategie für den Wiederaufbau und die künftige Entwicklung der Republik Syrien zu erarbeiten.

 

Es ist sehr traurig zuzugeben, aber dieser Prozess wäre vielleicht auch früher möglich gewesen, es hätte auf so grosse Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung verzichtet werden können, wenn der Kampf gegen den Terrorismus (unter derer Vorwand die westlichen Länder die Grenzen eines souveränen Staates verletzten) auch wirklich von Anfang an das ultimative Ziel gewesen wäre.

 

Russland geht. Es hat seine Pflicht nicht nur gegenüber dem Volk von Syrien sondern der ganzen Weltgemeinschaft erfüllt. Der Frieden in diesem nahöstlichen Land ist installiert und … er funktioniert. Die Terroristen verloren und verlieren weiterhin ihre Positionen am Boden. Die Ziele, die vor den Truppen der Russischen Föderation standen, sind erreicht. Nun ist es an der Zeit für den Westen, angeführt von den USA und deren Verbündeten, die weitere Regelung der Situation gemeinsam mit der russischen Diplomatie weiterzuführen.

 

Die Amerikaner und besonders an ihrer Dominanz im Nahen Osten interessierte Saudis haben in der Praxis bereits deutlich aufgezeigt bekommen, wohin und in welche Bedrohlichkeiten ihre weitere Unterstützung der «gemäßigten» Opposition und offensichtlichen Terroristen in der syrischen arabischen Republik führen könnte. Nachdem die Luft- und Weltraumtruppen der Russischen Föderation Syrien verlassen, bleibt keine Chance, die weitere Eskalation des Bürgerkriegs zu betreiben. Ansonsten entstände ein gewaltiger Imageverlust der Länder des Westens und der Arabischen Monarchie. Mit seinem Abzug gibt Russland den Amerikanern und ihren «Freunden» die erneute Möglichkeit des Gesichtwahrens sowie 2013, als Obama Damaskus bombardieren wollte. Alles deutet darauf hin, dass auch im jetzigen Fall die Administration des US-Präsidenten dieses neue großzügige russische Angebot erleichtert annehmen wird.

 

Alle bisherigen aktuellen Auftritte Barack Obamas, in denen er die Person des russischen Präsidenten und dessen Rolle bei den Ereignissen in der Ukraine und in Syrien angriff, waren nur Versuche, seine eigenen amerikanischen Staatsangehörigen (die schon zuvor Einiges an Achtung für ihren Präsidenten verloren haben) nicht noch mehr zu enttäuschen. Hätte der amerikanische Präsident die führende Rolle von Wladimir Putin bei der Lösung der Situation in der syrischen arabischen Republik einfach widerspruchslos so hingenommen, hätte Obama sofort Angriffe auf die Demokratische Partei und negative Bewertungen erhalten. Was auch  Obama sagte, das sollte deswegen nicht so ernst genommen werden, denn in der Tat auch er ist sich bewusst, dass die russische Operation jetzt den Amerikanern keine andere Wahl mehr gelassen hat, als nun tatsächlich anzufangen, die globale Geißel, den Terrorismus zu bekämpfen.

 

Nur, diesmal wirklich kämpfen, nicht so wie früher in Afghanistan.

 

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Die Ziele der militärischen Operation in Syrien sind erreicht. Russland beginnt seinen Abzug der Truppen aus Syrien. Die ersten Schritte für die Errichtung des Friedens sind gemacht, die streitenden Parteien begannen einen Dialog. Jetzt liegt die Zerstörung des Rests von Terroristenmacht und die Fortsetzung des Prozesses der nationalen Aussöhnung auf den Schultern der Amerikaner und ihrer Verbündeten, die in der Tat die Anstifter dieses fünfjährigen Krieges waren. Und das Ergebnis ihrer kommend schöpferischen Tätigkeit auf dem Territorium der SAR steht direkt proportional zur Wahrnehmung der USA als einer Weltmarktführer.

 

Falls die Amerikaner jedoch diese Prüfung nicht bestehen, würde ihre «Hegemonie» sehr fraglich werden.

 

Von A. Irbulatowa

Quelle und Bildquelle: www.warfiles.ru

Übersetzung: fit4Russalnd