Auf dem kommenden EU-Türkei-Gipfel in Brüssel soll laut dem türkischen Regierungschef Ahmet Davutoglu die Freigabe weiterer sechs Milliarden Euro an die Türkei für die Aufnahme der Flüchtlinge besprochen werden.

 

„Zusätzlich zu den schon bereit gestellten drei Milliarden wird auf dem Gipfeltreffen die Bereitstellung weiterer sechs Milliarden für die Aufnahme von Flüchtlingen in den kommenden drei Jahren besprochen“, erklärte Davutoglu bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem EU-Ratspräsidenten Donald Tusk in Ankara.

 

Dabei jedoch gehe es nicht um ein einfaches Tauschgeschäft: „Wir feilschen nicht, das ist kein Finanzproblem. Der humanitäre Aspekt ist für uns der wichtigste. Wir müssen den illegalen Transport der Flüchtlinge über das Ägäische Meer, bei dem Menschen sterben, reduzieren und dann noch stoppen“, so Davutoglu.

 


Auf dem Gipfeltreffen am 7. März war beschlossen worden, dass die EU der Türkei für jeden zurückgenommenen Syrer einen bereits im Land lebenden Syrer abnehmen soll. Darüber hinaus fordert die Türkei drei Milliarden Euro zusätzlich zur Versorgung der Flüchtlinge, Visa-Freiheit für die türkischen Bürger in den EU-Staaten schon ab Juni sowie die Eröffnung neuer Kapitel in den EU-Beitrittsverhandlungen.

 
Quelle: Sputniknews