Die dänische Bevölkerung steht der Aufnahme neuer Flüchtlinge sehr kritisch gegenüber, wie der Botschafter Dänemarks in der BDR, Friis Arne Petersen, bei einer Podiumsdiskussion in Berlin sagte.

 

„Wir wollen keine Flüchtlinge zusätzlich zu denen aufnehmen, die wir schon haben. Die Bevölkerung will keine Flüchtlinge mehr“, sagte Petersen und fügte hinzu, dass er die Lösung der Flüchtlingskrise nur in einer „gemeinsamen europäischen Richtlinie“ sehe, was jedoch „ein schwerer, sehr schwerer Weg sein“ werde.

 

Im Jahr 2015 hat Dänemark über 20.000 Migranten im Land registriert.

 

Der Botschafter hat außerdem alle westlichen Staaten dazu aufgerufen, der Flüchtlingskrise mit Solidarität zu begegnen. „Obama hat versprochen, 10.000 Flüchtlinge aufzunehmen, hat das allerdings noch nicht getan“, erinnerte der Diplomat. Auch einige EU-Staaten, darunter Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien und Polen, wollen keine Migranten annehmen.

 

Europa sei, so der Botschafter, „in der Flüchtlingsfrage gespalten“ und es gebe noch immer keinen Durchbruch in den Abkommensverhandlungen mit der Türkei.

 

„Wir brauchen die Türkei als strategischen Partner und EU-Mitglied, natürlich unter der Voraussetzung, dass sie den Kopenhagener Kriterien entspricht. Wir müssen das realisieren, aber wie – das ist eine große Frage“, so Petersen.

Quelle: Sputniknews