Der freie Journalist Graham William Phillips wurde in Riga von der lettischen Polizei verhaftet. Er hatte bereits Monate zuvor angekündigt als Video-Journalist ins Baltikum zu gehen und von dort aus zu berichten. Gestern wurde er während einer Demonstration von Nazi-Veteranen in Riga von der Polizei verhaftet.

 

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Wie die Agentur RIA Novosti und der britische Journalist selbst in sozialen Netzwerken berichtet, wurde er von der Polizei verhaftet und soll nun aus dem Land deportiert werden und mit einem dreijährigen Einreiseverbot bestraft werden. Was er tat? Er berichtete von einer Demonstration von SS-Veteranen in der lettischen Haupstadt Riga. Auf seinem Twitter-Account kann man die Videos aus Riga seit gestern sehen. Dies ist eines von sehr vielen Video-Sequenzen.

 


Die westlichen Medien berichten gerne über Misstände in Russland, was die Pressefreiheit anbelangt. In Deutschland finden solche Vorfälle wenig Beachtung. Genausowenig beachtet man die Tatsache, dass es neben der Ukraine im Baltikum zu einem Erstarken von rechtsextremen Kräften kommt, während in Deutschland die Medien sehr spitzfindig auf regierungskritischen Demos auf wachsenden Extremismus hinweisen wollen. Dabei ist ihnen sogar die Verfälschung von Tatsachen ein adäquates Mittel.

 

Für Journalist Graham William Phillips ist der Vorfall in Riga bereits die zweite Deportation. Der frühere Stringer (freier Journalist) von RT international wurde bereits aus der Ukraine verwiesen, nachdem er auch dort über die rechten Kräfte berichtete. Der Journalist wurde bekannt für seine unabhängige Berichterstattung aus den Kriegsgebieten in der Ostukraine.

 

 

Von Christian Lehmann