Die EU und die USA sind aktuell besorgt, da immer mehr Bürger die Verlogenheit der eigenen Journaille registrieren. Doch statt den Lügen und dem Schweigen zu bestimmten Sachverhalten ein Ende zu setzen, gibt man wieder mal Moskau die Schuld. Laut der russischen Nachrichtenagentur Sputnik bittet nun die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa um eine Erklärung.

 

Sacharowa verlangt von den US-Behörden eine Erklärung im Hinblick auf den jüngst eingebrachten Gesetzesentwurf des US-Senats, der die angebliche Desinformation Russlands und Chinas bekämpfen soll. Demzufolge sollen speziell diese beiden Ländern gezielt „Desinformation und Propaganda“ verbreiten. Doch nicht nur die USA sind besorgt, sondern auch in verschiedenen EU-Staaten kursiert die gleiche Besorgnis.

 

„Was ist das? Gibt es irgendwo ein etabliertes Verständnis der Situation in der Ukraine? So etwas, wie Bewertung nach Greenwich? Ich würde mich gerne an die US-Behörden – Senat und Außenministerium – wenden, veröffentlichen Sie bitte das richtige Muster des Verständnisses der Situation in der Ukraine. Damit sich Journalisten bei der Fassung ihrer Artikel danach richten könnten“, ironisierte Sacharowa.

 

Auch Schweden scheint den Instrumenten des „psychologischen Krieges“, den Moskau durch seine Portale Sputnik und RT ausgesetzt zu sein. Dies geht aus einem Jahresbericht des schwedischen Sicherheitsdienstes SÄPO hervor, wonach russische Medien in den letzten Jahren über große Resourcen verfügen sollen und es offenkundig erscheinen soll, dass diese lediglich „loyale Instrumente der zentralen Staatsverwaltung“ sein sollen.

 

Auch in Deutschland wird ständig versucht mit Propaganda-Vorwürfen gegen über die Lügen der eigenen Presse hinwegzutäuschen. Dabei gibt es ausreichend Deutsche Medienportale, die unabhängig von Moskau die Lügen der Presse glaubhaft aufdecken und widerlegen. Seit dem Konflkt in der Ukraine stellen diese Medien immer mehr Unregelmäßigkeiten in der nationalen Berichterstattung fest.

 

Solche Medien versucht man ironischerweise dann als „Verschwörungsportale“ oder direkt mit der sogenannten „Nazi-Keule“ zu diskreditieren. Eigene Fehler oder vorsätzliche Lügen hingegen werden, wenn überhaupt, erst Jahre später aufgegriffen und heuchlerisch entschuldigt. Aber wahrscheinlich wird man noch Russland die Schuld für die eigene Verlogenheit geben.

 

Von Christian Lehmann