Russland ist bereit, den vereinbarten Kontrollmechanismus der Waffenruhe in Syrien ab dem 22. März auch einseitig zu erfüllen, wie Generalleutnant Sergej Rudskoi vom Generalstab der russischen Streitkräfte am Montag erklärte.

 

Die russische Seite habe den Kompromissentwurf einer Syrien-Vereinbarung ausgearbeitet und ihn am 5. März den US-Kollegen übergeben. Zudem habe sie vorgeschlagen, in minimaler Frist den genauen Wortlaut bei Konsultationen abzustimmen und sogar eine amerikanische Delegation nach Russland einzuladen, hieß es.

 

„Sollten die USA nicht auf den Vorschlag reagieren, wird die Russische Föderation ab 22. März in einseitiger Weise mit der Anwendung der in der Vereinbarung vorgesehenen Regeln beginnen“, so Rudskoj.

 

Militärgewalt werde nur bei unbestreitbaren Beweisen für eine systematische Verletzung der Feuerpause angewandt. Die Waffenruhe wurde in einer gemeinsamen russisch-amerikanischen Erklärung vom 22. Februar 2016 festgehalten und beinhaltet die Einstellung der Kampfhandlungen in Syrien durch alle bewaffnete Gruppierungen. Von der Uno als terroristisch eingestufte Gruppen betrifft die Vereinbarung nicht.

 

Wie der Vertreter des russischen Generalstabs betonte, werde gegen Gruppierungen, die sich an das Regime der Waffenruhe halten, ebenso gegen die friedliche Bevölkerung und zivile Objekte keinerlei militärische Gewalt angewendet.

 

 

Quelle: Sputniknews