Der Nato-Einsatz gegen Menschenschmuggel und illegale Migration in der Ägäis hat nicht die erwarteten Ergebnisse gebracht, die Menschenflut aus der Türkei nimmt nicht ab, wie der Premierminister des Landes, Alexis Zipras, laut griechischen Medien in einem Telefongespräch mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte.

 

Zipras betonte auch, dass Ankara an seinen Verpflichtungen im Rahmen der Vereinbarungen mit der EU und mit der Nato festhalten müsse.

 

Die Nato ist bereits seit zwei Wochen im Einsatz in der Ägäis, um die Migrantenflut aus der Türkei nach Europa zu stoppen. Athen hoffte, dass die Einmischung der Allianz beim Migrantenproblem helfen wird.

 

Nato-Schiffe sollen gemeinsam mit der türkischen und der griechischen Küstenwache in der Region patrouillieren und Aktivitäten der Schleuserbanden aufdecken und beobachten. Dabei jedoch hat der Marineverband kein Mandat zur Rückführung von aus Seenot geretteten Flüchtlingen. Das sollte die türkische Seite übernehmen. Ankara zeigt jedoch kein Interesse daran, alle Migranten, die auf dem Weg nach Griechenland verunglücken, in die Türkei zurückkehren zu lassen.

 

Die Flut der Migranten, die vor den Kriegen im Nahen Osten und in Nordafrika fliehen, nimmt noch immer nicht ab. Die EU hofft, dass die Türkei gemäß der Vereinbarung, laut der ihr sechs  Milliarden Euro EU-Mittel zur Regelung des Problems bereitgestellt werden sollen, die Migrantenzahl reduzieren wird.

 

 

Quelle: Sputniknews