Das Dokumentationszentrum TIHV ( «Stiftung für Menschenrechte in der Türkei») hat einen Newsletter über die erklärten Ausgangssperren in der Zeit vom 16. August 2015 bis 18. März 2016 in dem kurdischen Region der Türkei veröffentlicht.

 

Dementsprechend waren in dieser Zeit 63 die offiziell bestätigte, langfristige und Tag-Nacht Ausgangssperren mindestens in 22 Bezirken von 7 Städten im Südosten der Türkei wirksam.

 

Es waren die Städte Diyarbakir (34 mal), Sirnak (9 mal), Mardin (11 mal), Hakkari (5 mal), Musch (1mal), Elazig (1mal) und Batman (2 mal). Es wird geschätzt, nach der Volkszählung im Jahr 2014, dass mindestens 1.642.000 Einwohner von diesen Ausgangssperren gelitten haben, und die Grundrechte dieser Menschen betroffen waren, wie das Recht auf Leben und Gesundheit wurden klar verletzt. Nach Angaben des Ministeriums für Gesundheit vom 27. Februar 2016 wurden mindestens 355.000 Bewohner gezwungen, die Städte und Regionen zu verlassen, in denen sie lebten.

 

Nach Angaben des Dokumentationszentrums der Organisation für die Rechte des Menschen der Türkei sind mindestens 310 Zivilisten von 16. August 2015 (dem Datum der ersten Ankündigung der Sperrstunde) bis zum 18. März 2016 in den Bezirken in deisem Zeitraum getötet worden, als die Ausgangssperre offiziell bekannt gegeben worden war. Darüber hinaus gibt es mindestens 59 Leichen aus Cizre, die ohne Warten auf den Identifikationsprozess begraben wurden.

 

Unter 310 Zivilisten waren 72 Kinder, 62 Frauen, 29 Personen davon sind über 60 Jahre alt. Zusätzlich wurden noch 79 Personen nicht in den Daten eingefügt, aufgrund der Tatsache, dass deren Körper noch nicht identifiziert waren.

 

Auch etwa 180 Zivilisten, von denen es Informationen darüber gibt, wie sie starben, starben während des Aufenthaltes in eigenen Häusern. 162 dieser Menschen wurden durch Schüsse oder Raketentreffer getötet, und 18 von ihnen starben wegen der direkten Auswirkungen der Ausgangssperre auf deren Gesundheitszustand. Darüber hinaus nur 137 dieser Menschen, die ihr Leben in ihren Häusern verloren haben, entfielen nur an ein Viertel in der Stadt Cizre.

 

Die türkischen Behörden haben eine Ausgangssperre im Dezember in einer Reihe von Regionen erklärt, die von Kurden im Südosten des Landes besiedelt sind. Vor allem im Gebiet Sur der Stadt Diyarbakır, Cizre und Silopi, als auch in Nusaybin und der Provinz Mardin. In Cizre und Sura wird weiterhin Völkermord an Kurden ausgeführt. Fast täglich kommen Berichte über Verletzungen und Todesfällen unter der indigenen Bevölkerung von Kurdistan.

 

 

Quelle: News Front