Die EU-Mitgliedsstaaten müssen im laufenden Jahr Verluste in Höhe von bis zu 33 Milliarden Euro hinnehmen, sollten die antirussischen Sanktionen weiter in Kraft bleiben. Diese Prognose gab Russlands Industrie- und Handelsminister Denis Manturow am Mittwoch in Prag bei einem russisch-tschechischen Handels- und Wirtschaftsforum.

 

„In den nächsten fünf Jahren werden sich die EU-Länder gezwungen sehen, bis zu 2,2 Millionen Arbeitsplätze abzubauen. Die Finanzverluste dürften auf etwa 100 Milliarden Euro wachsen. Natürlich haben die Sanktionen unsere Beziehungen zu den EU-Ländern unterhöhlt. Dennoch betrachtet Russland die EU weiterhin als seinen führenden Partner.“

 

„Wir sind nicht gewillt, den Abbau der Wirtschaftsbeziehungen zur Europäischen Union zu initiieren. Wir sind in ständigem Dialog mit der europäischen Geschäftswelt. Viele Geschäftsleute sind sich schon längst darüber klar geworden, dass die Sanktionen in eine Sackgasse führen. Je schneller die Unternehmen die von der Politik aufgezwungenen Einschränkungen loswerden, desto mehr Verluste werden wir verhindern können“, sagte Manturow.

 

Quelle: Sputniknews