Das UN-Kriegsverbrechertribunal für Ex-Jugoslawien (ICTY) in Den Haag hat den früheren bosnischen Serbenführer Radovan Karadžić wegen Kriegsverbrechen im Konflikt von 1992-1995 in Bosnien-Herzegowina zu insgesamt 40 Jahren Haft verurteilt.

 

Am Donnerstag sprachen die UN-Richter den 70-Jährigen des Völkermordes in Srebrenica, der Kriegsverbrechen bei der Belagerung Sarajewos und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Teilen Bosniens schuldig. Karadžić darf Berufung gegen das Urteil einlegen.

 

Im Juli 1995 hatten serbische Einheiten unter General Ratko Mladic in Srebrenica bis zu 8000 muslimische Männer und Jungen ermordet.

 

Karadzic beteuert seine Unschuld. Der ehemalige Präsident der Republika Srpska in Bosnien und Herzegowina (1992–1996) hatte sich 13 Jahre lang versteckt gehalten, bevor er 2008 festgenommen wurde.

 

Quelle: Sputniknews