Die russische Luftwaffe hat seit Sonntag (20. März) 41 Raketen- und Bombenangriffe auf Positionen der Terrormiliz Daesh (IS) im Raum der antiken Stadt Palmyra in Syrien geflogen. Wie das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag mitteilte, wurden dabei 146 IS-Infrastrukturobjekte angegriffen und rund 320 Terroristen getötet.

 

„Zerstört wurden sechs Kommandozentralen der Terroristen, fünf Panzer, zwei Munitionsdepots, sechs Artilleriegeschütze und 15 Fahrzeuge“, hieß es auf der Internetseite des Ministeriums.

 

Nach Angaben des Zentrums für die Aussöhnung der rivalisierenden Seiten in Hmeimim bei Latakia bereiten die Islamisten eine Offensive auf Positionen der syrischen Regierungstruppen im Gouvernement Aleppo vor. Darüber hätten Ortseinwohner das Zentrum informiert, hieß es.

 

Die IS-Gruppierung stellt derzeit eine der größten Bedrohungen für die globale Sicherheit dar. Im Laufe von drei Jahren gelang es den Terroristen, beachtliche Territorien des Iraks und Syriens zu besetzen. Zudem versuchen sie, ihren Einfluss in Nordafrika, darunter in Libyen, auszuweiten.

 

Eine einheitliche Front gegen den IS gibt es bislang nicht. Gegen die Gruppierung kämpfen die Regierungstruppen Syriens und des Iraks, die US-geführte Koalition, die Kurden sowie libanesische und irakische Schiiten-Milizen. Seit Ende September fliegt auch die russische Luftwaffe Raketen- und Bombenangriffe gegen die Terrormiliz in Syrien.

 

Am 27. Februar trat in Syrien eine Feuerpause in Kraft, die nach Ansicht von Beobachtern trotz vereinzelter Verstöße weitgehend eingehalten wird. Die Waffenruhe gilt aber nicht für den IS, die Dschebhat-an-Nusra und andere Terrornetzwerke.

 

 

Im Bürgerkrieg kamen bislang rund 220.000 Zivilisten ums Leben, einige Millionen Menschen wurden zu Flüchtlingen.

 

Quelle: Sputniknews