Der Amerikanische Außenamtschef John Kerry ist bereits zum dritten Mal innerhalb von einem knappen Jahr nach Moskau gereist. Nun begreife Amerika die Entscheidungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin besser, wie Kerry am Donnerstagabend vor Journalisten erklärte.

 

Mit einer lockeren Stimmung begann der Besuch Kerrys Besuch zu Verhandlungen in Moskau. Präsidenten Putin Scherzte, nachdem Kerry mit einem Aktenkoffer anreiste.

 

„Als ich heute gesehen hatte, wie Sie Ihre Sachen selbst aus dem Flugzeug tragen mussten, war ich leicht verstimmt. Einerseits ist das sehr demokratisch. Andererseits dachte ich mir, dass es in den USA nicht so gut läuft, wenn niemand dem Staatssekretär helfen kann, seine Sachen zu tragen“, scherzte der russische Präsident.

 

„Dann gelangte ich zu dem Schluss, dass Sie im Aktenkoffer etwas haben, was Sie niemandem anvertrauen können. Wahrscheinlich Geld, das Sie mitgebracht haben, um mit uns bei der Diskussion in Schlüsselfragen besser zu feilschen“, vermutete der russische Staatschef mit Augenzwinkern.

 

Weiter berichte die Nachrichtenagentur Sputnik, dass sich Kerry mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow mehrere Stunden austauschte. Danach verhandelte Kerry weiter mit Wladimir Putin.

 

„Fairerweise muss gesagt werden, dass wir heute die Beschlüsse besser verstehen, die Russlands Präsident getroffen hat, und sehen jetzt auch besser, auf welchem Weg Fortschritte möglich sind“, sagte Kerry nach rund vierstündigen Verhandlungen mit Wladimir Putin im Kreml.

 

„Uns liegt noch ein langer Weg bevor, ich reise aber mit der Vorstellung ab, welche Schritte unsere Partner und wir nun zu unternehmen haben“, fügte Kerry hinzu.

 

Ziel des Gespräches war es dem US-Außenamtschef die Positionen Russlands näher zu bringen.

 

Von Christian Lehmann