Laut dem jordanischen König Abdullah II. ibn al-Hussein setzt Ankara auf „radikale Islamisten“ bei der Lösung der Nahost-Probleme, schreibt „The Guardian“.

 

Der Zeitung steht das Stenogramm eines Gesprächs des jordanischen Monarchen mit ranghohen Vertretern der US-Legislative, darunter mit dem Vorsitzenden des Militärausschusses des US-Senats, John McCain, vom Januar 2016 zur Verfügung.

 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan „glaubt daran, dass sich die Probleme der Region mit den Methoden des radikalen Islamismus lösen lassen“, so der jordanische König.

 

„Die Tatsache, dass Terroristen nach Europa geschickt werden, ist Teil der türkischen Politik. Die Türkei wird deswegen immer wieder heftig kritisiert, kommt aber jedes Mal ungeschoren davon“, so Abdullah II.

 

Der Monarch sagte ferner, dass Jordanien Spezialkräfte in Libyen einsetzen will, wo eine gemeinsame Operation mit dem britischen Special Air Service (SAS) geplant sei. Der König berichtete von der Bereitschaft der jordanischen Truppen, gemeinsam mit Großbritannien und Kenia in Somalia einzumarschieren, um die Gruppierung „Al-Shabab“ anzugreifen. Die somalischen Islamisten seien sowohl mit dem „Islamischen Staat“ als auch mit „Al-Qaida“ liiert, so Abdullah II.

 

Quelle: Sputniknews