Syrien ist als Land zu klein für eine Föderalisierung, wie der syrische Präsident Baschar Assad laut Nicolas Dhuicq, Mitglied einer französischen Delegation, die ein Treffen mit Syriens Staatschef abhielt, meint.

 

„Er sprach von einer hellen Zukunft Syriens und betonte, Syrien sei ein kleines Land. Es sei eigentlich zu klein, um dort eine Föderation auszurufen“, so Dhuicq.

 

Assad habe dem französischen Politiker zufolge weiter darauf hingewiesen, dass sich besonders die Kurden für die Föderalisierung einsetzen. „Der Präsident glaubt, das sei keine gute Idee, insbesondere in Bezug auf die arabische Bevölkerung in der Region. In den Kurden-Gebieten Syriens belaufe sich deren Anteil Assad zufolge auf nur 30 Prozent, deswegen würde sie auch auf eigenem Territorium nur eine Minderheit vertreten“, so Dhuicq im Sputniknews-Interview.

 

Wie Dhuicq weiter sagte, hatte der syrische Präsident darüber hinaus erklärt, dass die Politik der EU im Nahen Osten unbedeutend im Vergleich zu den Aktivitäten Moskaus und Washingtons sei.

 

„Er hat unterstrichen, dass vor dem Hintergrund der US-amerikanischen und russischen Operationen die Außenpolitik der EU im Nahen Osten eigentlich keine Rolle spielt“, so Dhuicq.

Assad habe auch die Beziehungen zwischen dem Präsidenten Russlands Wladimir Putin und dem amerikanischen Amtskollegen Barack Obama sowie die gemeinsam getroffenen Vereinbarungen angesprochen.

Am Freitag war eine Gruppe von fünf Abgeordneten der größten französischen Oppositionspartei „Die Republikaner“ nach Syrien gereist, wo sie Verhandlungen mit religiösen und politischen Vertretern des Landes führten. Die Delegation wurde auch von dem syrischen Staatschef Baschar Assad zu einem Gespräch empfangen.

Quelle: Sputniknews