Wieder mal betonte Kremlsprecher Dmtri Peskow, dass man derzeit einen Informationskrieg gegen angelsächsische Medien führe. Im vergangenen Dezember stellte er fest, dass ein großer Informationskrieg im Gange sei, ohne dieses Medien-Konglomerat konkret zu benennen. Dennoch lobte er zugleich, dass eine Bereitschaft bestehe, Probleme zu erörtern.

 

In einem Fernsehinterview mit dem russischen Sender TVZ äußerte sich Peskow im Hinblick auf den Informationskrieg folgendermaßen: „Man sagt, Russland habe schlechtes Image in der Welt. Wissen Sie, wer noch ein ebenfalls schlechtes Image hat? Die USA. Wir müssen uns jetzt in einem Informationskrieg gegen die Modemacher im Informationsraum verteidigen, vor allem gegen die Angelsachsen und ihre Massenmedien. Man kann diesen Krieg als erklärt, aber auch als unerklärt betrachten“, berichtet das Nachrichtenportal Sputnik.

 


Ebenso wie die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa, kritisierte er die mangelnde Bereitschaft des Westens mit Russland zu kooperieren, um den internationalen Terrorismus zu bekämpfen. Bereits im vergangenen Dezember sprach Peskow von einem Informationskrieg, der weltweit im Gange sei, ohne eine konkrete Partei zu benennen. Damals lobte er unter anderem eine „riesige Menge privater und kooperativer Medien, die ihre Arbeit erfolgreich meistern“, berichtete damals die russische Staatsagentur Sputnik. Der Bericht ist auf der oberen Twitter-Meldung verlinkt.

 

Peskow lobte im aktuellen Interview die Bereitschaft der Gegenseite, diese Probleme zu erörtern. Dies sei nach Auffassung des Kreml-Sprechers ein „ernsthafter Schritt in die richtige Richtung“, denn vor zwei Jahren habe diese Bereitschaft nicht bestanden. „Hoffentlich sind sich alle bereits darüber klar geworden, dass das Prinzip der Gleichheit das Basisprinzip ist, auf dessen Grundlage ein Dialog mit Moskau geführt werden kann“, sagte der Kremlsprecher.

 

Seit dem Ukraine-Konflikt 2014 wurde der Informationskrieg immer deutlicher. In den Jahren zuvor konnte man eine wachsende Einseitigkeit in der westlichen Medien-Berichterstattung allerdings auch erkennen. Nachdem sich die wirtschaftliche Lage Russlands verbesserte kamen immer mehr westliche Reportagen über „Demokratiedefizite“ und über Gesetze die sich gegen Minderheiten richten. Allerdings wurden selten auf Details eingegangen. Oftmals richtete sich der Tenor solcher Berichte gegen Russland und Präsident Wladimir Putin. Als Gegenmittel wurde daraufhin die Pressearbeit verbessert und Russland legte einen großen Wert darauf, die internationale Völkergemeinschaft über den eigenen Standpunkt in Kenntnis zu setzen.

 

Quelle: Contra Magazin