In der pakistanischen Stadt Lahore sind bei einem Anschlag der Taliban auf einen Park m 70 Menschen getötet und mehr als 315 weitere verletzt worden. Die Attacke richtete sich gegen Christen. Unter den Opfern befinden sich viele Frauen und Kinder.
 
Bei einem Selbstmordanschlag in Pakistan sind mindestens 69 Menschen getötet und mehr als 315 weitere teils schwer verletzt worden. Die Zahl der Todesopfer wurde am Montagmorgen auf 70 korrigiert. Die Bombe explodierte in einem Park der Millionenstadt Lahore in der Nähe eines Kinderspielplatzes. Unter den Opfern sind hauptsächlich Frauen und Kinder, wie die Behörden mitteilten. Lokale Medien sprachen von bis zu 29 toten Kindern.
 
Der Täter brachte nach offiziellen Angaben etwa 20 Kilogramm Sprengstoff zur Detonation. Seine Sprengstoffweste sowie ein Rucksack hätten auch Schrauben enthalten, die den verheerenden Effekt der Explosion noch vergrößerten.

 

Einer der blutigsten Anschläge seit langem
 
Die pakistanische Taliban-Gruppe Jamaat ul-Ahrar bekannte sich zu der Bluttat und erklärte, Ziel seien Christen gewesen. In dem gut besuchten Park waren am Ostersonntag, einem der ersten warmen Tage des Jahres, auch viele christliche Familien, wie der hohe Verwaltungsbeamte Mohammed Usman sagte.
 
Es war einer der schwersten Anschläge in Pakistan seit langem. Augenzeugen erzählten laut Medienberichten, blutende und verstümmelte Opfer seien teils mit Rikschas und Taxis in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Dort wurden Notfallmaßnahmen ergriffen. Laut dem Einsatzleiter wurden Armeeärzte zur Hilfe gerufen. Im Fernsehen wurde um Blutspenden gebeten.

 

Quelle: Focus