Damaskus legt bei den Genfer Verhandlungen Flexibilität an den Tag mit dem Ziel, keine einzige Chance für die Erlangung der Regelung zu verpassen. Das erklärte Syriens Präsident Baschar al-Assad in einem Exklusivinterview für die Nachrichtenagentur Sputnik.

 

„Was die Erfolge der syrischen Armee und die militärische Unterstützung durch Russland betrifft, wird das den Prozess nicht stören, sondern nur beschleunigen… Es gibt jene, die uns und Russland vorwerfen, das russische Engagement beim Kampf gegen den Terrorismus als eine Einmischung zur Unterstützung des Präsidenten oder der syrischen Regierung und somit als ein Hindernis im politischen Prozess hinzustellen. Das hätte so sein können, wenn wir nicht flexibel genug gewesen wären und uns widersetzt hätten.“

 

Assad zufolge hatte Damaskus bereits vor fünf Jahren ausnahmslos auf alle Initiativen reagiert, darunter auch auf unfreundliche. „Das Ziel ist, keine einzige Chance für die Erlangung einer Regelung zu verpassen… Eben deshalb werden die militärische Unterstützung durch Russland und andere Freunde Syriens sowie militärische Erfolge der syrischen Armee die politische Regelung nur näherbringen… Wir haben unsere Position weder vor der Unterstützung Moskaus noch danach geändert.

 

Der syrische Präsident sagte ferner, dass es Staaten gibt, die der Regelung im Wege stehen. „Das sind allen voran Saudi-Arabien, die Türkei, Frankreich und Großbritannien, die auf unsere Niederlage auf dem Schlachtfeld setzen, um uns ihre Bedingungen bei den Verhandlungen aufzuzwingen.“

 

Im Interview äußerte sich Assad zu seinen militärischen und politischen Plänen, zu seiner Vision der friedlichen Beilegung der Krise und zur politischen Wende im Land sowie zur syrisch-russischen Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen. Die Rolle Russlands im Kampf gegen den Terrorismus schätzte der syrische Präsident hoch ein.

 

Das Interview im Wortlaut wird am 30./31. März veröffentlicht.

 

Quelle: Sputniknews