Syriens Präsident Baschar al-Assad hat in einem Exklusivinterview mit Sputniknews die Türkei und Saudi-Arabien, aber auch EU-Staaten beschuldigt, Terroristen in seinem Land und im benachbarten Irak zu unterstützen.

 

Auf die Flüchtlingskrise in Europa angesprochen, sagte Assad, dass auch dieses Problem wegen des Terrorismus bestehe. „Wir müssen gemeinsam gegen dieses Problem vorgehen, denn den Terrorismus gibt es nicht nur in Syrien, sondern auch im Irak. „Die Türkei, die Königsfamilie Saudi-Arabiens sowie einige westliche Staaten, allen voran Frankreich und Großbritannien, unterstützen ihn (den Terrorismus – Red.) unmittelbar“, sagte der syrische Präsident. Mehrere weitere Staaten schauen ihm zufolge nur zu. Eine ernsthafte Zusammenarbeit gegen den Terror bleibe aus.

 

In Syrien dauert seit mehr als fünf Jahren in bewaffneter Konflikt an, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 220.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen neben bewaffneten Rebellen auch islamistische Terrormilizen gegenüber. Die mächtigsten davon sind die Terrororganisation Daesh („Islamischer Staat“) und die al-Nusra-Front.

 

Die Türkei ist mit Vorwürfen konfrontiert, mit den IS-Dschihadisten illegale Ölgeschäfte abzuwickeln. Rohöl aus den von Terroristen besetzten syrischen Vorkommen soll über türkisches Territorium ungehindert in Drittländer fließen. Die Regierung in Ankara reagiert verärgert auf die Luftangriffe gegen den IS in Syrien und hat im November sogar einen russischen Bomber abgeschossen. Zugleich hat die Türkei das syrische Territorium mehrmals unter Beschuss genommen.

 

Quelle: Sputniknews