Der vermeintliche Rückzug Russlands aus Syrien erweist sich als Kriegslist. Offenbar ging es nur darum, die IS-Terroristen in Sicherheit zu wiegen und in die Falle zu locken. Auch Obama wusste von der Finte Putins.
 
Mit dem medial lautstark angekündigten Rückzug eines Großteils der russischen Verbände aus Syrien sorgte der Kreml international für Verwunderung. Doch inzwischen erweist sich dieser Teilabzug als militärische Finte, um so die Terroristen des «Islamischen Staates» aus der Reserve zu locken. Diese waren durch die mit der syrischen Armee koordinierten Angriffe der russischen Luftwaffe völlig in die Defensive geraten.

 

Inzwischen zeugen jedoch internationale Medienberichte davon, dass es sich bei den russischen Manövern nicht um einen größeren Rückzug handelte, sondern vielmehr um eine Umgruppierung samt Aufstockung der Ausrüstung. Der «Islamische Staat», der nach der Ankündigung Putins erklärte, man würde nun einen Großangriff auf Lakatia starten, wo auch die russische Militärbasis liegt, lief so jedoch geradewegs in eine Falle. Das Ergebnis: Die syrische Armee konnte Dank der russischen Luftunterstützung sogar Palmyra zurückerobern.
 
Interessanterweise war diese Vorgehensweise sogar mit US-Präsident Barack Obama abgesprochen. Nicht umsonst war wohl Außenminister John Kerry die letzte Zeit so oft in Moskau um dort mit Präsident Wladimir Putin und Außenminister Sergej Lawrow Gespräche zu führen. Inzwischen ist man offenbar sogar so weit, die restlichen Schläge gegen den «Islamischen Staat» gemeinsam durchzuführen. Immerhin gilt Präsident Obama als erbitterter Gegner der US-Neocons und deren Kriegspolitik, welche über den Umweg der CIA auch zur Entstehung des «Islamischen Staates» beitrug.
 
Bestätigung für dieses Vorgehen kommt auch aus dem Weißen Haus. Der stellvertretende Sicherheitsberater Ben Rhodes sagte am Mittwoch bei einer Pressekonferenz, dass man dem NATO-Partner Türkei klargemacht habe, dass es eine Kooperation zwischen den USA und Russland gäbe: «Einer der Punkte, die wir der Türkei gesagt haben, ist, dass wir mit Partnern des syrisch-arabischen Koalition zusammenarbeiten, welche sich gerade anschicken, den Druck auf ISIL nördlich von Raqqa zu erhöhen.» Das ist nun einmal Russland.

 

Quelle: Contra Magazin