Ungarns Regierung hat eine Ablehnungskampagne gegen EU-Flüchtlingsquoten gestartet. Auf einer Webseite warnt sie vor 900 angeblichen No-go-Areas in Europa – und verwendet eine fragwürdige Symbolik.

 

Ungarns rechtsgerichtete Regierung hat auf einer neu eingerichteten Internetseitevor 900 angeblichen No-go-Areas in Europa mit einer hohen Einwanderungsdichte gewarnt. In Städten wie Berlin, Paris, London und Stockholm gebe es Gebiete, über die die Behörden «wenig oder gar keine Kontrolle» hätten, heißt es auf der Seite. Mit deren Freischaltung startete die Regierung ihre Kampagne zur Ablehnung von EU-Flüchtlingsquoten, über die bald per Referendum abgestimmt werden soll.

 

In den No-go-Areas sei die «Zahl der Einwanderer» hoch, und die «Normen der Gastgebergesellschaft gelten kaum», ist auf der jüngst eingerichteten Internetseite zu lesen. Eine Zeituhr lässt dort zudem symbolisch im Zwölf-Sekunden-Takt einen weiteren Menschen nach Europa einreisen. Danach befragt, woher die Regierung ihre Informationen beziehe, sagte Regierungssprecher Zoltán Kovács, diese stünden «frei zugänglich im Internet». Zu Details äußerte er sich nicht. Ebenso unklar blieb, welche Stadtbezirke in den einzelnen europäischen Metropolen genau gemeint sind.

 

Quelle: Die Welt