Der Internationale Währungsfonds und die USA sind es bald leid, finanzielle Mittel in einen solchen „korrupten Sumpf“ wie die heutige Ukraine unter Präsident Petro Poroschenko zu stopfen, wie The New York Times (NYT) schreibt.

 

Der ukrainische Präsident Poroschenko, selbst ein Produkt des sogenannten „alten Systems“, habe sich offensichtlich mit der Korruption im Land abgefunden, um so einen größeren Spielraum zum politischen Manövrieren zu haben, so NYT.

 

Seit ihrer Unabhängigkeit 1991 sei die Ukraine in der Korruption versunken, verursacht durch die engen Verbindungen zwischen Politikern und Oligarchen sowie das schwache Justizsystem, so das Blatt. Der Staatsstreich 2014 und die darauffolgenden Entwicklungen hätten bislang keine spürbare Verbesserung gebracht.

 

Mit den Separatisten im Osten und dem unaufhörlichen politischen Chaos in Kiew habe Poroschenko alle Hände voll zu tun. Unter diesen Umständen scheint er sich mit der allgegenwärtigen Korruption als Preis für mehr Spielraum abgefunden zu haben, schreibt die Zeitung.

 

Man müsse nun dem Präsidenten und dem Parlament zu verstehen geben, dass der Internationale Währungsfonds und Geberländer wie die USA nicht weiter Geld in einen „korrupten Sumpf“ stopfen können, solange die Regierung tatenlos zusehe.

 

Kritik an dem ukrainischen Präsidenten kommt auch von weiteren Politikern und Experten im Ausland. Bei seinem Besuch in der Ukraine im Dezember2015 sagte US-Vize-Präsident Joe Biden, die Korruption fresse die Ukraine „wie ein Krebsgeschwür“ auf. Und auch britische Experten für internationalen Handel haben Poroschenko in ihrem Bericht offen vorgeworfen, die Korruption im Land zu fördern.

 

Quelle: Sputniknews

 

 

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