Infolge der Zuspitzung des Konflikts in Berg-Karabach sind allein am 2. und 3. April mindestens 33 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden , wie es im aktuellen Bericht des UN-Amtes für Koordinierung humanitärer Angelegenheiten.

 

„Offizielle Quellen in Armenien und Aserbaidschan haben mitgeteilt, dass mindestens 30 Soldaten sowie drei Zivilisten bei den Kämpfen ums Leben gekommen sind. Die Zahl der verletzten, Militärs sowie Zivilisten, ist zunächst offiziell nicht bestätigt worden. Nach Angaben inoffizieller Quellen kann sich diese Zahl auf über 200 Menschen belaufen“, so der Bericht.

 

Die Kampfhandlungen waren im Gebiet der Städte Agdere, Martuni und Hadrut ausgebrochen, wo insgesamt 14.400 Menschen wohnen. Die beiden Seiten haben der UN zufolge erklärt, dass sie keiner internationalen humanitären Hilfe bedürfen.

 

In der Nacht auf Montag haben die aserbaidschanischen Militärs den Beschuss vorderer Armeestellungen der nicht anerkannten Republik Berg-Karabach und der naheliegenden armenischen Städte fortgesetzt, wie der Pressedienst des Verteidigungsministeriums von Berg-Karabach mitteilte. Die aserbaidschanische Armee habe Waffen vom Kaliber 152 Millimeter, Mehrfach-Raketenwerfer BM-21 Grad und Panzer eingesetzt.

 

Auch das aserbaidschanische Verteidigungsministerium hatte bestätigt, dass die Situation an der Frontlinie durch aktive Kampfhandlungen angespannt bleibe.

 

Die Gefechte zwischen Armenien und Aserbaidschan waren am Samstag erneut eskaliert. Bei den Kämpfen, den schwersten seit 1994, soll es Dutzende Todesopfer gegeben haben. Beide Seiten machen sich gegenseitig für die Eskalation verantwortlich. Russlands Präsident Wladimir Putin hat ein sofortiges Ende der Gefechte gefordert.

 

Die südkaukasischen Republiken Armenien und Aserbaidschan befinden sich seit dem Zerfall der Sowjetunion in einer anhaltenden Auseinandersetzung um Berg-Karabach, ein Gebiet im islamisch geprägten Aserbaidschan, das mehrheitlich von christlichen Armeniern bewohnt wird.

 

Nachdem sich Berg-Karabach 1991 für unabhängig erklärt hatte, kam es zu einem blutigen Krieg mit etwa 30.000 Toten und einer Million Flüchtlingen. Aserbaidschan verlor dabei die Kontrolle über Berg-Karabach und sieben anliegende Regionen. Bis heute gibt es keinen Durchbruch in den Beziehungen zwischen Armenien und Aserbaidschan, obwohl sich die USA, Russland und Frankreich seit 1992 um die Beilegung des Streites bemühen.

 

Quelle: Sputniknews

 

 

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