Am Montag sollen die ersten Flüchtlinge aus Griechenland in die Türkei zurückgeführt werden. Ein gewagtes Unternehmen, gegen das in den betroffenen Ländern wie auch in Deutschland protestiert wird.

 

«Hoffentlich geht das gut», diesen Satz hört man dieser Tage auf fast allen Inseln der Ostägäis. Von dort startet an diesem Montag ein waghalsiges Unternehmen, das dem Flüchtlingszustrom aus der Türkei nach Griechenland und damit in die EU ein Ende bereiten soll – die Rückführung der Menschen in die Türkei. Die Stimmung unter den Migranten ist explosiv. Mantraartig wiederholen sie: «Tötet uns lieber gleich hier, statt uns zurück in die Türkei zu schicken.»

 

Die türkische Regierung erwartet, dass mindestens 400 Asylsuchende von den Inseln abgeschoben werden. Die griechischen Behörden dort rechnen mit Widerstand. In der Türkei wiederum gibt es Proteste gegen die Aufnahme der Menschen.

 

Die Rückführung ist Teil eines Flüchtlingspaktes, den die EU am 18. März mit der Türkei geschlossen hat. Das Abkommen sieht vor, dass alle Migranten, die seit dem 20. März illegal nach Griechenland übergesetzt sind, von diesem Montag an zwangsweise in die Türkei zurückgebracht werden können. Ausgenommen davon sind nur Asylsuchende, die nachweisen können, dass sie in der Türkei verfolgt werden.

 

Weiterlesen: Die Welt