Die jüngsten Medienberichte, in denen der russische Präsident Wladimir Putin bzw. dessen Umfeld negativ dargestellt werden, lassen sich auf „einen hohen Grad an Putin-Phobie“ zurückführen, behauptet sein Sprecher Dmitri Peskow.

 

„Solche Informationseinwürfe sind unter anderem für das äußere Publikum bestimmt. Es ist offensichtlich, dass dort der Grad der Putin-Phobie dermaßen hoch geworden ist, dass es dort so gut wie a priori unzulässig ist, über Russland, über seine Erfolge und seine Handlungen etwas Gutes zu sagen“, betonte Peskow. „Dafür muss man aber viele schlechte Dinge über Russland erzählen. Und wenn es nichts zu sagen gibt, dann muss etwas versteckt werden.“

 

Obwohl die jüngst veröffentlichte Ermittlung im Allgemeinen diversen Korruptionsschemata gewidmet sei, an denen Spitzenpolitiker aus anderen Ländern beteiligt gewesen seien, „ist für uns die Tatsache offensichtlich, dass das Hauptziel solcher Einwürfe unser Präsident war“, vor allem im Kontext der baldigen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen, so Putins Sprecher.

 

Im Kreml sei man über die Behauptungen, Putins Umfeld wäre korrupt, enttäuscht, ergänzte er. „Die Informationsangriffe gegen unseren Präsidenten gehen weiter. Wir hatten darauf gewartet und sie angekündigt. Diese Einwürfe gehen weiter. Ehrlich gesagt, hatten wir qualifiziertere Ergebnisse der Arbeit dieser Journalistengemeinschaft erwartet.“

 

Im Grunde sei „nicht besonders viel veröffentlicht worden. Da kann ich eher meine Enttäuschung äußern. In vielerlei Hinsicht sind die Traditionen hochqualifizierter journalistischer Recherchen inzwischen Vergangenheit“, so Peskow weiter.

Putin habe sehr viele Freunde in Russland und in der Welt, darunter den Freund, der in der jüngsten ‚Recherche‘ erwähnt worden sei. „Roldugin und viele andere Personen aus ganz verschiedenen Bereichen sind und bleiben Putins Freunde“, betonte er.

 

Die jüngsten negativen Berichte haben das Ziel gehabt, die Öffentlichkeit von den Erfolgen Russlands in Syrien abzulenken. „Wenn man beispielsweise die Situation um Palmyra bedenkt, wo die strategische Wende der Situation unter Mitwirkung Russlands möglich geworden ist, so war das ein offenbarer Erfolg.“ Im Westen sei aber darüber kaum berichtet worden: Man habe versucht, diesen Erfolg zu verschweigen. „Natürlich musste diese potenziell positive ‚Informationsladung‘ zunichte gemacht werden.“

 

Im Kreml sehe man allerdings vorerst keinen Anlass, gegen solche „Informationsangriffe“ gegen Putin gerichtlich vorzugehen. „Denn das sind alles nur diverse Spekulationen um den Präsidenten, die wir hier und dort sehen“, so Peskow.

 

Dabei sei gerade Putin das Hauptziel dieses „Informationsangriffs“ gewesen, obwohl gleichzeitig auch von anderen internationalen Politikern die Rede gewesen sei. „Ich verstehe, dass dort auch die Namen anderer Staats- und Regierungsoberhäupter, Sportler usw. erwähnt wurden. Es ist allerdings offensichtlich, dass dieser Angriff vor allem gegen unser Land und gegen Präsident Putin persönlich gerichtet war“, stellte sein Sprecher fest.

 

Die Autoren der jüngst veröffentlichten Ermittlung über Putins Umfeld spiegeln falsche Tatsachen vor, betonte er weiter. Aber diese antirussischen Berichte werden die Stabilität in Russland nicht beeinträchtigen.

 

 

Peskow zufolge ist „die Arbeit in dieser Hinsicht kaum effizient, und es ist unwahrscheinlich, dass sie negative Auswirkungen haben wird – vor allem wegen der mangelhaften Qualifikation der Ermittler.“

 

„Was die Hauptmasse der Informationen angeht, so haben sie mit uns nichts zu tun. Das hat mit unserem Präsidenten nichts zu tun. Was spekulativ aus dem Finger gesogen und unserem Präsidenten angeheftet wird, das halten wir für keine Grundlage. Und was die Absicht gewisser Behörden angeht, dies oder das zu überprüfen, dann kann ich nicht für diese Behörden sprechen“, so Peskow. „Irgendwelche qualifizierten Informationen bezüglich unseres Präsidenten gibt es nicht. Das sind nur allgemeine Überlegungen, Insinuationen und Spekulationen, auf die wir gar nicht reagieren müssen.“

 

 

Quelle: Sputniknews

 

 

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