Syrische Oppositionelle haben Russlands Nordkaukasus-Republik Tschetschenien, die jahrelang gegen den Terrorismus kämpft, mit dem Ziel eines Erfahrungsaustauschs besucht, wie der Republikchef Ramsan Kadyrow im Interview mitteilte.

 

„Sie sind zu Gast gekommen, um Rat zu holen, für einen Erfahrungsaustausch: Sie haben das alles hinter sich, was wir jetzt tun müssen“, so Kadyrow. Dabei präzisierte er nicht, welche Oppositionsgruppierungen dabei waren. Sein Vertreter habe unter anderem auch mit Kämpfern aus Syrien gesprochen.

 

„Ich habe ihnen gesagt: Was macht ihr da, glaubt ihr, dass man so an die Macht kommt? Tötet man sein Volk der Macht wegen? Es gab einen normalen, demokratischen Staat in Syrien. Was fehlt euch denn?“ fragte Kadyrow syrische Oppositionelle. Diese gaben an, das nicht erwartet zu haben, ausgenutzt und  irregeführt worden zu sein.

Syrische Oppositionelle haben Kadyrow zufolge vor allem persönliche Ambitionen. Man solle ihnen sagen, dass ihre Mission zu Ende sei, sie jetzt nach Hause oder irgendwo anders hin gehen. „So wird es leichter. Wenn sie etwas Menschliches in sich haben“.

 

Kadyrow teilte außerdem mit, dass er eine Reise nach Syrien plant. „Assad hat mich zwei Mal eingeladen. Ich habe einfach keine Zeit, auszureisen, ich will aber unbedingt dorthin kommen“. Kadyrow habe schon einmal Syrien besucht, allerdings noch vor dem Bürgerkrieg.

 

Quelle: Sputniknews