Die aserbaidschanische Einheit der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) mit 50 bis 70 Kämpfern hat die syrische Stadt Rakka verlassen, um an den Kampfhandlungen in Berg-Karabach teilzunehmen, wie LifeNews unter Berufung auf eine militärische Quelle berichtet. Die Kämpfer seien über die Türkei nach Aserbaidschan zurückgekehrt.

 

Daraufhin soll „in der Verwaltungshauptstadt der Terroristen“ in Syrien ein großer Skandal ausgebrochen sein, denn die IS-Kämpfer reagieren auf jegliche Eigenmächtigkeit sehr empfindlich, vor allem vor dem Hintergrund der jüngsten Erfolge der syrischen Armee.

 

Dem Portal zufolge ist das nicht das erste Mal, dass IS-Kämpfern aus Aserbaidschan Verrat vorgeworfen wird. Im Januar 2015 richteten Terroristen den Feldkommandeur Siraj Azeri hin, der unter Spionageverdacht stand.

 

Seit Beginn des Syrien-Konflikts kamen örtlichen Medien zufolge insgesamt 100 Staatsbürger Aserbaidschans ums Leben. In Wirklichkeit kann diese Zahl noch höher sein.

 

Die Gefechte zwischen Armeniern und Aserbaidschanern waren am Samstag eskaliert. Bei den Kämpfen, den schwersten seit 1994, soll es bisher Dutzende Todesopfer gegeben haben. Beide Seiten machen sich gegenseitig für die Eskalation verantwortlich. Russlands Präsident Wladimir Putin hat ein sofortiges Ende der Gefechte gefordert.

 

Quelle: Sputniknews