Seit Juli 2015 sind bei Gefechten zwischen türkischen Sicherheitskräften und Kurden insgesamt 824 Menschen ums Leben gekommen, wie es in dem wöchentlichen Newsletter der Kurdischen Arbeitspartei (PKK) heißt. Unter den Opfern seien 100 Kinder und 96 Frauen.

 

„Als Folge der gezielten Kriegshetze durch die AKP (regierende Partei der Türkei – Anm. d. Red.) sind 100 Kinder und 96 Frauen ums Leben gekommen“, heißt es in dem Newsletter.

 

Während der seit Juli 2015 anhaltenden Blockade in Gebieten wie Cizre, Silopi, Idil´ und Şırnak seien unter Beschuss 556 Menschen getötet worden. 137 Leichen seien noch immer nicht identifiziert worden.

 

„Im Zentrum der Stadt Yüksekova wurden bei Gefechten zehn Menschen getötet, sechs Personen sind bislang nicht identifiziert worden. Den Familienmitgliedern sollen die entstellten Gesichter der Verstorbenen nicht gezeigt werden, deshalb geben sie DNA-Proben zur Feststellung der Verwandtschaft ab“, heißt es in dem Bericht weiter. Laut dem Newsletter werden die nicht identifizierten Opfer in anonymen Gräbern beerdigt.

 

Nach Angaben der Demokratischen Partei der Völker, einer linksgerichteten Partei im türkischen Parlament, die sich unter anderem für die Kurden einsetzt, sind seit Juli vergangenen Jahres im türkischen Kurdistan etwa 824 Menschen ums Leben gekommen.

 

Im Dezember 2015 hatten die türkischen Behörden in mehreren von den Kurden besiedelten Gebieten im Südwesten des Landes im Rahmen einer Antiterror-Operation eine Ausgangsperre verhängt. Die längste Operation gab es im Bezirk Sur von Diyarbakır: Sie dauerte mehr als drei Monate. Dem türkischen Generalstab zufolge sind dabei seit Dezember 2015 mehr als 1.000 kurdische Kämpfer getötet worden. Die PKK-Mitglieder sprechen allerdings von Dutzenden zivilen Opfern.

 

Quelle: Sputniknews