Die Terrormiliz Islamischer Staat will Afghanistan als „Aufmarschbasis für eine breitere Expansion“ nutzen, wie Samir Kabulow, Afghanistan-Beauftragter des Kreml und Ressortleiter Asien im russischen Außenministerium, äußerte.

 

„Es gibt ihn (den IS — Anm. d. R.) noch. Er blüht und weitet sich aus. Er verhält sich einfach ruhiger und sammelt seine Kräfte für sein rücksichtsloses Vorgehen. Jetzt hat der IS weniger Kraft als die Taliban, mit denen er um Einflussbereiche kämpft. Die IS-Terroristen vergeuden ihre Kräfte nicht für Zusammenstöße mit afghanischen Truppen oder den Amerikanern. Sie verfolgen andere Ziele und brauchen Afghanistan als Aufmarschbasis für eine breitere Expansion“, wird Kabulow von der Zeitung Iswestija zitiert.

 

Laut dem Diplomaten unternimmt der IS keine realen Schritte, um mit den Taliban zu verhandeln. Die Islamisten wollen keine Zugeständnisse machen, sondern Krieg führen.

 

Die Situation in Afghanistan hat sich in den letzten Monaten erheblich verschlechtert. Die radikale Taliban-Bewegung, die zuvor einen bedeutenden Teil der ländlichen Gebiete erobert hatte, hat eine Großoffensive auf Großstädte gestartet. Auch der IS hat seinen Einfluss ausweitet.

 

Die Taliban und der IS gelten als rivalisierende Gruppierungen. Zuvor hatte es in Afghanistan mehrmals Zusammenstöße zwischen den beiden Terrorgruppen gegeben. Mitte Juni hatten Medien berichtet, Vertreter der Taliban hätten einen Brief an den IS verfasst mit der Forderung, sich aus den Angelegenheiten der Taliban in Afghanistan herauszuhalten.

 

 
Quelle: Sputniknews

 

 

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