Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer spricht sich für die Aufhebung der Russland-Sanktionen aus und vertritt diese Position auch bei der EU, wie er selbst am Mittwoch bei seinem Besuch in Moskau erklärte.

 

„Ich zögere nicht zu sagen und sage es auch immer in der Öffentlichkeit, dass die Sanktionen im Prinzip für beide Seiten keine erfreuliche Sache sind. Man muss davon ausgehen, dass Sanktionen nicht als Dauerlösung gedacht sind“, sagte Bundespräsident Heinz Fischer beim Treffen mit dem Vorsitzenden der russischen Staatsduma Sergej Naryschkin in Moskau.

 

„Zu den Diskussionsbeiträgen Österreichs in der EU zählt auch, dass man nachdenken muss, wie man die Beziehungen zwischen Europa und Russland bestmöglich gestalten und die Sanktionen im beiderseitigen Interesse beenden kann“, fügte der Bundespräsident hinzu.

 

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Duma-Chef Naryschkin sagte seinerseits, dass die Sanktionen in erster Linie die Wirtschaft und einfache Bürger treffen würden. «Wir sehen das Streben von Vertretern der österreichischen Wirtschaft, ihre Positionen auf dem russischen Markt zu wahren und weiterzuentwickeln. Wir sehen ihre negative Einstellung zu den Sanktionen, und das nicht nur vom wirtschaftlichen, sondern auch vom politischen Standpunkt her».

 

„Für uns ist es eine große Ehre, Sie als einen der renommiertesten und eigenständigsten Politiker in Europa hier begrüßen zu können, und ich möchte auch betonen, dass es für die jetzigen Verhältnisse in Europa eine Seltenheit ist», sagte Naryschkin zu Fischer. «Und wir verstehen Ihren Besuch als ein Zeichen für den Willen, den konstruktiven Dialog mit Russland fortzusetzen. Die Beziehungen zwischen unseren Ländern bleiben trotz dieser schwierigen Zeit nachhaltig freundschaftlich und ehrenvoll. Darin sehe Ihr großes persönliches Verdienst.“

 

Quelle: Sputniknews