Wie ein Arzt der Rothalbmond-Klinik im syrischem Aleppo bestätigt, werden derzeit mindestens vier Personen mit Anzeichen einer starken Chlor-Vergiftung in dem Krankenhaus behandelt.
 

 
Ein Sprecher der syrischen Kurden teilte gegenüber Sputniknews ebenfalls mit, dass mehrere Zivilisten und YPG-Kämpfer infolge eines Beschusses des Stadtviertels Scheich Maksud in Aleppo unter heftigen Vergiftungserscheinungen litten. Einige der Verletzten seien in kritischem Zustand.
 
„Die Opfer, die ins Krankenhaus gebracht wurden, leiden an Krämpfen und Konvulsionen infolge von Vergiftungen durch Gase wie Chlor, die überall auf der Welt verboten sind“, so der Rothalbmond-Arzt.

 

Die radikal-islamische Gruppe „Dschaisch al-Islam“ hatte bereits den Einsatz von Chemiewaffen in dem Stadtviertel Scheich Maksud in Aleppo eingeräumt. „Bei den Zusammenstößen (mit der kurdischen Volkswehr – Anm. d. Red.) hat der Anführer einer Dschaisch al-Islam-Brigade in Aleppo diese bei solchen Auseinandersetzungen verbotene Waffe eingesetzt“, heißt es in einer Mitteilung der Gruppierung. Der verantwortliche Brigadegeneral sei bereits vor ein Militärgericht gestellt und verurteilt worden. „Diese Situation widerspricht den Vorschriften des Dschaisch al-Islam“, heißt es weiter in der Erklärung.

 

Später erklärten Hisbollah-Kämpfer, dass sie in der Nacht auf Montag im Südviertel von Aleppo ebenfalls mit Chemiewaffen von Terroristen angegriffen worden seien.

 

Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Syrien warfen ihrerseits den Extremisten vor, unter türkischer Anleitung Kämpfer und Zivilisten mit Chemiewaffen angegriffen zu haben. Bei den Angriffen seien Dutzende Zivilisten verletzt worden.

 

Quelle: Sputniknews

 

 

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