In den zurückliegenden 24 Stunden sind im Donbass drei Volkswehrleute getötet, weitere fünf verletzt worden, wie Eduard Bassurin, Vizechef der Volkswehr der selbsterklärten Volksrepublik Donbass (VRD), am Freitag zu Journalisten sagte.

 

„Das ist eine sehr schlechte Tendenz. Angesichts des Vorgehens Kiews gegen uns schließen wir auch den Beginn von großangelegten Kampfhandlungen nicht aus.“

 

Wie Bassurin weiter sagte, haben die ukrainischen Sicherheitskräfte allein an einem Tag 42 Mal die Waffenruhe gebrochen, 123 Minen vom Kaliber 82 Millimeter und 120 Millimeter auf das Territorium der selbsterklärten Republik Donezk abgefeuert.

 

Außerdem wurde der Donbass laut Bassurin mit Schützenpanzern, Granatwerfern und Schützenwaffen beschossen.

 

Laut dem Vizechef der Donezker Volkswehr wurden in dieser Woche durch die Feuerangriffe der ukrainischen Sicherheitskräfte mehr als 40 Wohnhäuser und Verwaltungsgebäude im Donbass  beschädigt. Nahezu 3.000 Geschosse seien abgefeuert worden.

 

Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 eine Militäroperation gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Lugansk und Donezk gestartet, die nach dem nationalistischen Umsturz im Februar 2014 in Kiew ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Nach jüngsten Angaben der Uno hat der Konflikt bisher mehr als 9.000 Menschenleben gefordert.

 

Die Regelung der Situation im Donbass wird unter anderem bei den Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Minsk erörtert, die seit September 2014 drei Dokumente verabschiedet hat, in denen Schritte zur Deeskalation des Konflikts festgelegt sind. Aber selbst nach Vereinbarung der Waffenruhe gibt es weiter Schusswechsel zwischen den Konfliktparteien.

 

Quelle: Sputniknews