Die Zahl der Abschiebungen in Deutschland hat in den ersten beiden Monaten des Jahres deutlich zugenommen. Die Zahl der ins Land strömenden Asylsuchenden nahm hingegen drastisch ab: Im März wurden im „Easy“-System nur noch rund 20.000 registriert – im Dezember waren es noch 120.000.
 

Deutschland hat in den ersten beiden Monaten des Jahres deutlich mehr Asylsuchende abgeschoben als noch vor einem Jahr. Wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag in Berlin mitteilte, wurden im Januar und Februar insgesamt 4500 Asylsuchende in ihre Heimatländer zurückgeführt. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum, als es noch 2000 waren. Am Donnerstag seien zum ersten Mal 24 tunesische Staatsbürger in einem Charterflugzeug  abgeschoben worden, was durch eine entsprechende Vereinbarung mit Tunesien möglich geworden sei, sagte de Maizière. Mehr als 5000 Asylsuchende verließen Deutschland im Februar demnach freiwillig – im Februar 2015 waren es noch 1300.

 

Die Zahl der Asylsuchenden, die nach Deutschland kamen, ist im ersten Quartal des Jahres drastisch gesunken. Nach de Maizières Angaben wurden im so genannten „Easy“-System im März noch 20.000 Asylsuchende registriert, im Februar 60.000 und im Januar 90.000. Im Dezember 2015 seien es noch 120.000 gewesen. Im gesamten ersten Quartal 2015 wurden demnach noch mehr als 500.000 Asylsuchende im Easy-System registriert, im ersten Quartal 2016 waren es nur noch rund 170.000. Das ist eine Reduzierung um 66 Prozent.

 

Auch die Zahlen, die von der Bundespolizei vor allem an der deutsch-österreichischen Grenze erhoben werden, sind nach Aussage von de Maizière deutlich rückläufig. Im März wurden demnach nur noch 5000 Asylsuchende registriert, im Januar waren es noch 64.000, im Dezember sogar 107.000. „Im Tagesschnitt haben wir derzeit deutlich unter 200 Asylsuchende am Tag“, sagte de Maizière.

 

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