Rund 20.000 Einwohner von Donezk haben am Samstag den 2. Gründungstag der Donezker Volksrepublik feierlich begangen. Nach Angaben der Donezker Nachrichtenagentur DAN fand die größte Kundgebung auf dem zentralen Platz statt.

 

Für die Sicherheit bei den Feierlichkeiten sorgten verstärkte Polizeiaufgebote. Nach Behördenangaben gab es keine Zwischenfälle.

 

Nach der Entmachtung von Präsident Viktor Janukowitsch durch die Putschisten im Winter 2014 hatte die Bevölkerung im Südosten der Ukraine Massenproteste gegen den Staatsstreich organisiert. Die Demonstranten forderten mehr Autonomie für Regionen.

 

Am 6. April besetzten die Protestierenden das Gebäude der Gebietsverwaltung Donezk. Am nächsten Tag wurde der Oberste Rat gebildet und die Volksrepublik Donezk ausgerufen. Bei einem Referendum im Mai sprach sich die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer für Freiheit und Souveränität der Donbass-Region aus. An dem Referendum nahmen 75 Prozent der Gebietsbewohner teil.

 

Um die Abspaltung des Donbass zu verhindern, entsandte Kiew Truppen in die Region. Im blutigen Konflikt kamen nach UN-Angaben bislang rund 10.000 Menschen ums Leben. Der im Februar 2015 in Minsk ausgehandelte Friedensplan bleibt in vielen Punkten nicht realisiert. Kiew macht Moskau dafür verantwortlich, das nach Ansicht der ukrainischen Behörden die „Separatisten“ mit Waffen und Soldaten unterstützt.

 

Russland lehnt jegliche Vorwürfe ab und weist darauf hin, keine Konfliktpartei zu sein. Es handele sich um eine innerukrainische Krise, die schnellstmöglich beigelegt werden solle, hieß es in Moskau.

 

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