Erneut ist es in dem griechischen Grenzort Idomeni zu schweren Ausschreitungen gekommen, wie Medien und einzelne Journalisten per Twitter berichten. Etwa 100 Flüchtlinge, darunter auch viele Kinder, sollen versucht haben, den Grenzzaun zu Mazedonien zu stürmen.

 

Die dortigen Behörden reagierten laut einem Bericht des griechischen Portals Protothema mit Gewalt und Tränengas.
„Das Ausmaß des Tränengaseinsatzes durch die Polizei ist unglaublich“, schrieb die freie Journalistin Marianna Karakoulaki auf Twitter.

 

 

​Die Flüchtlinge hätten sich am Vormittag an dem Grenzzaun versammelt und zunächst versucht, friedlich mit den mazedonischen Behörden zu verhandeln, zitiert Focus-Online den Bericht der Protothema-Zeitung weiter. Die Flüchtlinge forderten die Grenzöffnung – die mazedonischen Polizisten blieben hart und forderten die Flüchtlinge auf, sich von der Grenze zurückzuziehen. Daraufhin sollen die Flüchtlinge versucht haben, den Zaun zu stürmen. Die Behörden antworteten mit Tränengas.

 

Ein Euronews-Video zeigt das Vorgehen der Polizei gegen die Flüchtlinge:

 

 

 

Medienberichten zufolge soll ein neues Flugblatt rund 11.000 Flüchtlinge und Migranten im griechischen Idomeni dazu aufgerufen haben, sich am Sonntagmorgen zu versammeln und die Grenze zu Mazedonien zu passieren.   „Jemand hat ihnen gesagt, dass die Grenze nun geöffnet sei. Die ist aber immer noch geschlossen. Geschlossen. Geschlossen“, schrieb die Al Jazeera-Mitarbeiterin Nadina Malicbegovic auf Twitter.

 

 

 

Dieser Aufstand in dem aus der Blockierung der Balkan-Route resultierenden, zwangsläufigen Flüchtlingslager ist nicht der erste dieser Art: Zuletzt hatten am 14. März etwa 2500 Migranten versucht, durch einen nahe gelegenen Fluss die Grenze nach Mezedonien zu überqueren. Auch damals waren sie von den mazedonischen Sicherheitskräften aufgehalten worden. Bei der Flussquerung sollen unterschiedlichen Angaben zufolge zwei oder drei Menschen ertrunken sein. Auch diese Aktion soll Medienberichten zufolge durch ein anonymes Flugblatt ausgelöst worden sein, welches den angeblichen freien Fluchtweg aufzeigte.

 

Quelle: Sputniknews