Zum zweiten Mal in einer Woche sind OSZE-Beobachter in der Ostukraine beschossen worden, und zwar nahe dem Ort Saitsewo auf ukrainisch kontrolliertem Gebiet, wie die Beobachtermission in Kiew mitteilt.

 

Sonntagmittag hätten die Mitglieder der speziellen Beobachtermission (SMM) der OSZE den Einschlag einer Granate in 100 bis 200 Meter Entfernung gehört. Danach habe jemand das Feuer eröffnet, Gewehrkugeln seien auf die Beobachter geflogen, so die Mitteilung.

 

„Von den OSZE-Mitarbeitern wurde niemand verletzt, Autos wurden nicht beschädigt“, heißt es in dem Bericht weiter.

 

Seit Kriegsanfang sind die OSZE-Beobachter in der Ostukraine bereits zum mindestens dritten Mal beschossen worden. Erst am 7. April waren sie zuletzte nahe der Siedlung Sneschny, 72 Kilometer von Donezk entfernt, unter Beschuss geraten.

 

Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 eine Militäroperation gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Lugansk und Donezk gestartet, die nach dem nationalistischen Umsturz im Februar 2014 in Kiew ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Nach jüngsten Angaben der Uno hat der Konflikt bisher mehr als 9.000 Menschenleben gefordert.

 

Die Regelung der Situation im Donbass wird unter anderem bei den Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Minsk erörtert, die seit September 2014 drei Dokumente verabschiedet hat, in denen Schritte zur Deeskalation des Konflikts festgelegt sind. Aber selbst nach Vereinbarung der Waffenruhe gibt es weiter Schusswechsel zwischen den Konfliktparteien.

 

Quelle: Sputniknews