Ein Artikel über die Pläne von Aserbaidschan und der Türkei bezüglich Armeniens wegen der jüngsten Eskalation des Konflikts in Berg-Karabach.

 

Am ersten Tag der jüngsten Eskalation des bewaffneten Konflikts in Berg-Karabach wurde im kurdischen Recherche-Magazin „Ekurd Daily„ ein Artikel über die Pläne der Türkei und Aserbaidschan gegen Armenien veröffentlicht. Einige Zeit später wurde den Artikel gelöscht, anstatt des Artikels hat die Recherche-Verwaltung eine Anzeige platziert, dass die Information über die Eskalation des Konflikts aktualisiert wird.

 

Trotz dessen wurde es einen Screenshot gespeichert.

 

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Veröffentlicht am 2. April 2016. Asien-Redaktion

 

 

Laut unserer Quelle im hohen Kurdischen Komitee war die jüngste Aggression von Aserbaidschan in der Region Berg-Karabach nicht zufällig, und hatte weitergehende Ziele.

 

Noch im Oktober 2015 hat der aserbaidschanische Präsident İlham Əliyev mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan eine vertrauliche Vereinbarung über die Durchführung einer gemeinsamen Militäroperation im 1. od. 2. Quartal 2016 gegen die Republik Armenien unterzeichnet.

 

In der Anfangsphase sollten die aserbaidschanischen Streitkräfte unter dem Vorwand der Waffenstillstand-Verletzungen durch Armenien in der Region Berg-Karabach eindringen und in den ersten acht Stunden die armenischen Truppen besiegen, um zur Grenze von Karwatschar — Zivel-Jermuk im hydrologischen Naturschutzpark zu kommen.

 

Die Erreichung dieses Ziels würde Aserbaidschan ermöglichen, die Kontrolle über die Grenze zu Armenien in der Jermuk Region zu erreichen, um damit eine Bedrohung für die armenischen Truppen zu schaffen, die südlich der Linie Areni — Jeghegnadso — Jermuk platziert wurden, und gab der Türkei die Möglichkeit um die zweite Phase der Operation zu beginnen.

 

Im zweiten Schritt sollten die türkischen Streitkräfte den 102. Militärstützpunkt der russischen Streitkräfte in Gjumri blockieren. Nachdem das Armenische Gebiet in der Linie Arteni – Armawir durch die türkische Armee besetzt werden sollte, würde eine direkte Bedrohung für Eriwan geschafft. Somit hätte die türkische Gruppe dem Russland die Möglichkeit verbaut, den 102. Militärstützpunkt zu verwenden.

 

Der Anlass für die Eröffnung einer zweiter Front gegen Armenien seitens Türkei sollte «der Schutz der einheimischen Bevölkerung gegen kurdische Terroristen» werden, die angeblich in das Gebiet des Nachbarstaates aus Ostanatolien eingedrungen sind. Diese Art der Operation hatte Ankara mehrmalig im Irak und in Syrien durchgeführt.

 

Die letzte Phase beabsichtigte den mächtigen Schlag der aserbaidschanischen Streitkräften, um die „ Jermuk Ecke“ von beiden Seiten «abzuschneiden», und die gemeinsame türkisch-aserbaidschanische Kontrolle über das gesamte armenische Gebiet südlich von Areni – Jermuk zu erreichen. Die türkischen Behörden hatten vor, dieser Präzedenzfall für einen mächtigen militärischen und politischen Druck auf die Kurden in der Zukunft zu verwenden.

 

Unser Informant bei der Luftwaffe glaubt, dass der Türkisch-aserbaidschanische Plan wegen der Unfähigkeit von Aserbaidschan nicht realisiert wurde, rechtzeitig zur Grenze zu Armenien im Bereich des Jermuk Naturschutzpark zu kommen. Einer der wichtigsten Faktoren, die zur Niederlage der aserbaidschanischen Gruppe beitrugen, war den heftigen Widerstand der armenischen Streitkräften.

 

Auch stellte die Quelle fest, dass die aktuelle militärpolitische Führung der Republik Aserbaidschan versucht das Scheitern der anfänglichen Operation zu vertuschen, und macht aus Besetzung von zwei Dörfern Talisch und Seysulan und fünf unbedeutenden Höhen einen großen Sieg «bei der Befreiung“ von Berg-Karabach von „armenischen Besatzung».

 

Quelle: Homment

 

Wir bedanken uns bei Johannes Normann  für die Korrektur der deutschen Texte

 

 

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