Rund neun Jahre nach dem Vertragsabschluss hat Russland offenbar mit der Lieferung von Flugabwehrsystemen an den Iran begonnen. Teheran hat nach eigenen Angaben bereits die erste Lieferung bekommen.

 

„Trotz Verzögerungen wird dieser Vertrag ungesetzt“, teilte der iranische Außenamtssprecher Hossein Jaberi Ansari am Montag mit. „Die erste Lieferung ist bereits im Iran angekommen“, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Mehr.

 

Der Kreml und der russische Waffenexporteur Rosoboronexport wollten auf Anfrage der Nachrichtenagentur RIA Novosti diese Informationen vorerst nicht kommentieren.

 

Der Iran hatte bereits 2007 Luftabwehrraketen des Typs S-300PMU-1 im Wert von 800 Millionen US-Dollar bestellt. Im September 2010 legte der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew die Lieferung auf Eis. Begründet wurde die Entscheidung mit den Sanktionen des UN-Sicherheitsrates, welche die Lieferung moderner Waffen an den Iran untersagten. Die Sanktionen waren wegen des iranischen Atomprogrammes verhängt worden.

 

Im April vergangenen Jahres hob Russland das S-300-Lieferverbot für den Iran wieder auf, nachdem sich die Sechsergruppe (die fünf UN-Vetomächte und Deutschland) mit dem Iran auf die Eckpunkte einer Beendigung des Atomstreits geeinigt hatte.

 

Quelle: Sputniknews

 

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