Die Entscheidung des ukrainischen Ministerpräsidenten zum Rücktritt ist in der aktuellen Lage nur folgerichtig und soll der politischen Farce im Land ein Ende setzen, berichtet die österreichische Zeitung Der Standart.

 

Dem Blatt zufolge haben die ukrainischen Bürger keine Erwartungen mehr an die Regierung in Kiew. Alles, was aktuell geschehe, rufe nur Abscheu hervor. Als Präsident Petro Poroschenko und Premier Arseni Jazenjuk vor zwei Jahren an die Macht kamen, versprachen sie, die Ukraine an Europa heranzuführen und die Korruption zu besiegen.

 

Mit den gleichen Versprechen war vor zehn Jahren ein anderes politisches Tandem, bestehend aus Viktor Juschtschenko und Julia Timoschenko, in der Ukraine an die Macht gelangt. Die als Hoffnungsträger der Orangenen Revolution geltenden Politiker seien im Machtkampf gegeneinander versunken, hätten das Land geschwächt und eine „tiefe Enttäuschung“ bei den Ukrainern erzeugt.

 

Was jedoch beim ersten Mal als „große Tragödie“ erschien, entwickelte sich beim zweiten Mal in eine „lumpige Farce“, so der Autor André Ballin unter Berufung auf ein berühmtes Zitat des deutschen Philosophen Karl Marx.

 

Die Erwartungen der Ukrainer an ihre politische Führung seien auf ein Minimum geschrumpft. Die Popularität von Jazenjuk liege seit Monaten „nahe dem Nullpunkt“. Wegen der jüngsten Regierungskrise sei er gar handlungsunfähig geworden.

 

„Also war die Entscheidung zum Rücktritt nur folgerichtig, denn lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“, schließt der Autor des Artikels.

 

Quelle: Sputniknews

 

 

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