Vier der 15 Terroristen von Daesh (auch Islamischer Staat, IS), die bei einer Anti-Terror-Operation im türkischen Izmir Anfang April festgenommen worden sind, haben sich als offizielle Mitglieder der regierenden türkischen „Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung“ (AKP) entlarvt, wie die örtliche Zeitung 9 Eylül berichtet.

 

Bei Hausdurchsuchungen stellte die Polizei vier Gewehre, Dokumente und andere Unterlagen sicher, die auf eine Verbindung mit Daesh hinweisen.

 

Nach der Vernehmung wurden acht der 15 Verdächtigen in Gewahrsam genommen, die anderen wurden freigelassen, so die Zeitung. Später stellte sich allerdings heraus, dass drei der verhafteten Kämpfer und ein Freigelassener offiziell registrierte Mitglieder der AKP waren. Sie sollen neu angekommene Dschihadisten ausgebildet und selbst an Kampfhandlungen teilgenommen haben.

 

Das sei nicht das erste Mal, dass sich gefasste Terroristen als Mitglieder der regierenden Partei entpuppen. Bei einer ähnlichen Operation im Juli 2015 hatte die Polizei von Izmir sieben mutmaßliche Daesh-Terroristen gefasst, die aus Syrien in die Türkei gekommen waren. Zwei von ihnen waren Mitglieder der regionalen Abteilung der AKP in Menemen in der Provinz Izmir.

 

Quelle: Sputniknews