Der Westen kann sich von der Ukraine abkehren, wenn die neue Regierung das politische Spiel fortsetzen wird, anstatt Reformen durchzuführen, wie der ehemalige US-Botschafter in der Ukraine, Steven Pifer, bei einem Sicherheitsforum in Kiew sagte.

 

Pifer hoffe darauf, dass die neue ukrainische Regierung „schnell“ arbeiten werde, sonst „geht dem Westen die Geduld aus, denn diese ist nicht unbegrenzt“, zitiert die Zeitung „Serkalo Nedeli“ den Ex-Botschafter.

 

Der künftige US-Präsident werde auch weiterhin der Ukraine helfen, wenn die Reformen im Land weiter fortgesetzt werden. Sollte aber die Ukraine wieder in einer politischen Krise stecken, wird dann der neue Präsident „die Versuchung haben, zu sagen, dass sich jetzt die Europäer selbst mit der Ukraine befassen müssen“.

 

Am Donnerstag hatte die Werchowna Rada, das ukrainische Parlament, den Rada-Chef Wladimir Groisman zum neuen Regierungschef gewählt sowie eine neue Zusammensetzung des Kabinetts gebilligt.

 

Seine Kandidatur hatte Präsident Petro Poroschenko vorgeschlagen. Weiterhin im Amt bleiben Außenminister Pawel Klimkin, Verteidigungsminister Stepan Poltorak und Innenminister Arsen Awakow.

 

Einigen Analytikern zufolge festigt somit Poroschenko seine Macht. Insbesondere macht der Bloomberg-Kolumnist Leonid Berschidski darauf aufmerksam, dass das neue Kabinett meist aus Anhängern von Poroschenko bestehe.

 

Quelle: Sputniknews